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Hannover Messe : Maschinenbauer sehen in Besuch Obamas Chance für TTIP

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Obama und Merkel: Auf der Hannover Messe sollen die Vereinigten Staaten und Deutschland auf wirtschaftlicher Ebene näher zusammen rücken. Bild: dpa

Beim Besuch von Barack Obama auf der weltweit wichtigsten Industriemesse soll das Freihandelsabkommen TTIP im Fokus stehen. Die Maschinenbauer erhoffen sich viel.

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          Die deutschen Maschinenbauer erhoffen sich vom Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama auf der Hannover Messe neuen Schwung für das Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa. „Wir hoffen, dass sein Kommen den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP neuen und entscheidenden Schwung geben wird“, erklärte der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Reinhold Festge, in Frankfurt am Main. Der Verband setze darauf, dass die Verhandlungsführer beider Seiten bis zum Beginn der Messe im April „viele strittige Punkte“ klären könnten.

          TTIP biete nicht nur der Maschinenbauindustrie auf beiden Seiten des Atlantiks die Chance auf mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze. Das angestrebte Abkommen sei „auch ein Zeichen für die dauerhaft enge Verbindung“ von den Vereinigten Staaten und Europa, erklärte Festge.

          Die Vereinigten Staaten sind im nächsten Jahr erstmals Partnerland der Hannover Messe. Zur wichtigsten Industriemesse der Welt werden 5000 Unternehmen aus 70 Ländern erwartet. Obama will der Eröffnungsveranstaltung der Messe am 24. April in Hannover beiwohnen und am darauffolgenden Tag einen Rundgang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) absolvieren, wie die Deutsche Messe AG mitteilte.

          Das Weiße Haus hatte am Mittwoch mitgeteilt, Obama wolle seinen Besuch in Hannover nutzen, um für das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zu werben. Die Unterschrift unter dem Abkommen, das die größte Freihandelszone der Welt schaffen würde, ist eines der großen verbliebenen Ziele Obamas vor seinem Ausscheiden aus dem Amt Anfang 2017. Die Verhandlungen begannen 2013. Während die Industrie auf den Abbau von Zollschranken und die Vereinheitlichung von Normen hofft, gibt es auf beiden Seiten des Atlantiks auch großen Widerstand. Zahlreiche Kritiker befürchten sinkende Sozial-, Umwelt- und Verbraucherstandards und die Stärkung multinationaler Konzerne auf Kosten lokaler Marktteilnehmer und demokratischer Institutionen.

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