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Güterzug von China in den Iran : Die neue Seidenstraße lebt

  • Aktualisiert am

Iran am 15. Februar 2016: Der erste Güterzug aus China erreicht Teheran über die wiedereröffnete Seidenstraße. Bild: dpa

Ein erster Güterzug ist über die neu eröffnete Strecke von China in den Iran gefahren. Ziel der Volksrepublik ist auch ein stärkerer Handel zwischen Asien und Europa.

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          Die Seidenstraße ist wieder in Betrieb: Mehr als 700 Jahre nach der China-Reise Marco Polos wird nun die Neuversion der historischen Handelsroute genutzt. Medienberichten zufolge fuhr der erste Güterzug auf diesem Weg aus der Volksrepublik in den Iran. Er brauchte für die rund 10.400 Kilometer lange Strecke 14 Tage, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna meldete.

          Das seien 30 Tage weniger als für eine Schiffsverbindung zwischen beiden Ländern, zitierte die chinesische Agentur Xinhua den iranischen Transportminister Mohsen Pur-Akaei. Von nun an solle ein Güterzug pro Monat die Route befahren. Vom Iran aus könne es nach Europa weitergehen.

          Mit der Wiederbelebung der Seidenstraße will China den Handel zwischen Asien und Europa intensivieren. Nach dem Ende von Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms wird die Regierung in Teheran von der Führung in Peking umworben. Beide Länder vereinbarten im vergangenen Monat, den wechselseitigen Handel in den kommenden zehn Jahren auf 600 Milliarden Dollar mehr als zu verzehnfachen.

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