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Freihandel : Offene Märkte, offene Gesellschaft

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Erst Wettbewerb zwingt zu Effizienz und Innovation

Die Zeiten, in denen Einkaufen im benachbarten Ausland ein besonderes Erlebnis war, weil es dort viele andere Waren gab, sind vorbei. Dies mag man als Verlust an Besonderheit bedauern, es bedeutet aber nichts anderes, dass all das, was sich die Konsumenten wünschen, inzwischen auch zu Hause erhältlich ist. Ein anderes Beispiel bietet der Blick auf die Straßen: Je nach Geschmack und Anforderungen können nicht nur deutsche und europäische, sondern auch amerikanische, japanische und koreanische Autos gekauft und gefahren werden. Die Kunden suchen sich das für sie beste Angebot aus. Die Anbieter stehen unter größerem Druck der Konkurrenz.

Wettbewerb zwingt zu Effizienz, Differenzierung und Innovation und macht damit die Leistung der Unternehmen für die Kunden besser. Erst so entstehen neue und bezahlbare Angebote für die Verbraucher. Sie profitieren von der Konkurrenz zwischen den Anbietern. Auf offenen Weltmärkten ist die Chance auf Wettbewerb größer, aber auch hier muss er durch staatliche Instanzen gesichert werden. Aufgrund der vergrößerten Märkte können Unternehmen schneller wachsen und in einzelnen Regionen marktbeherrschend auftreten. Aber auch in einer Welt des Freihandels gelingt die Sicherung des Wettbewerbs durch eine klare Wettbewerbspolitik.

Beispielsweise hat die EU-Kommission als europäische Wettbewerbsbehörde die Macht, auch die Fusion von außereuropäischen Unternehmen zu untersagen, wenn diese zu Wettbewerbsbeschränkungen in Europa führen würde. Zusammenschlüsse großer Unternehmen auf den Rohstoffmärkten oder das Vorgehen gegen bestimmte Aktivitäten von Microsoft haben gezeigt, wie lang der Arm der europäischen Wettbewerbsbehörden sein kann.

Nutzen ist greifbar

Freihandel führt zu mehr Wettbewerb. Wenn ein intensiver Wettbewerb die wichtigste Wohlstandsmaschine ist, die Effizienz und Innovation gleichermaßen befördert, und freier Handel über die Ländergrenzen hinweg den Wettbewerb fördert, dann ist Freihandel ein Schlüssel zu Innovation und Wohlstand, auf den wir nicht verzichten dürfen.

Dass die wohlstandsstiftende Wirkung der Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg nicht nur bloße Theorie ist, zeigen die Erfahrungen der Globalisierung des Wirtschaftens. Sie hat es möglich gemacht, Wertschöpfungsketten international zu organisieren, Kostenvorteile ebenso zu nutzen wie Innovationsopportunitäten. Der Nutzen ist greifbar: Ohne das weltweite Zusammenwachsen wären Produkte teurer. Dies gilt beispielsweise für Unterhaltungselektronik, die günstig in China produziert wird.

Deutsche Unternehmen profitieren von der Globalisierung. Die deutsche Industrie ist ein entscheidender Ausrüster der weltweiten Industrieinvestitionen – und China ist zu einem wichtigen Absatzort für den deutschen Fahrzeugbau geworden. Aber auch die weniger entwickelten Länder profitieren. Um das Beispiel Chinas wieder aufzugreifen: Erst die Öffnung zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung und die Öffnung zum Weltmarkt hat über Dekaden ein zehnprozentiges Wirtschaftswachstum möglich gemacht und damit den Lebensstandard der Menschen erheblich gesteigert.

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