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Reaktion auf Donald Trump : EU und Mexiko wollen Freihandelsabkommen schneller

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EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström will die Gespräche mit Mexiko für ein gemeinsames Handelsabkommen beschleunigen. Bild: AFP

Mit Abschottung will der amerikanische Präsident Donald Trump seine Wirtschaft stützen. Die EU und Mexiko wollen einen anderen Weg gehen.

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          Die Europäische Union (EU) und Mexiko reagieren auf die restriktivere Handelspolitik des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump und wollen ihre Gespräche für ein gemeinsames Abkommen beschleunigen. Vor dem Sommer solle es zwei zusätzliche Verhandlungsrunden zur Überarbeitung eines Freihandelsabkommens geben, teilte die EU-Kommission an diesem Mittwoch mit.

          EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström werde nach Mexiko-Stadt reisen und sich dort mit Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo treffen. „Gegenwärtig beobachten wir mit Sorge eine weltweite Zunahme protektionistischer Politikmaßnahmen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Malmström und Guajardo. „Es ist daher an der Zeit, dass wir gemeinsam, als von der gleichen Idee beseelte Partner für das Konzept einer globalen, offenen Zusammenarbeit einstehen.“

          Trump drohte Mexiko mit hohen Einfuhrzöllen, mit denen das Nachbarland für den Bau der geplanten Mauer an der Grenze zahlen soll. Er will zudem das Nafta-Freihandelsabkommen mit Kanada und Mexiko neu verhandeln. Europäischen Firmen wie dem Autohersteller BMW drohte er ebenfalls mit hohen Einfuhrzöllen, wenn sie in Mexiko für den amerikanischen Markt produzieren.

          Nach Angaben der EU-Kommission haben sich die Handelsströme zwischen der EU und Mexiko im Zusammenhang mit dem bisherigen Abkommen aus dem Jahr 2000 auf mittlerweile 53 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Erste Effekte der angekündigten amerikanischen Abschottungspolitik machen sich allerdings schon in den Geschäftsbeziehungen bemerkbar. Die spanische Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) meldete einen Nettogewinneinbruch um 28 Prozent im vierten Quartal 2016 aufgrund des fallenden Peso-Kurses. Als zweitgrößte Bank Spaniens erwirtschaftet die BBVA fast die Hälfte ihres Gewinns in Mexiko.

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