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Weltwirtschaft : Trumps Handelsminister verlangt mehr Fairness

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Der Hedgefonds-Manager Wilbur Ross soll die Handelspolitik des Präsidenten Trump entwerfen und umsetzen. Bild: AP

Droht ein Handelskrieg zwischen Amerika und China? Amerikanische Unternehmer sorgen sich. Der Mann, der die Strategie für Trump entwerfen soll, erklärt nun, worum es ihm geht.

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          Ist die neue amerikanische Regierung doch nicht so vehement gegen die Globalisierung der Weltwirtschaft, wie das der künftige Präsident Donald Trump hat anklingen lassen? Wilbur Ross, der Mann, den Trump als Handelsminister vorgesehen hat, schlägt nun etwas andere Töne an.

          Er sei keineswegs gegen, sondern ausdrücklich für internationalen Handel, wird der Hedgefonds-Manager laut Redetext an diesem Mittwoch vor dem Senat in Washington sagen. Amerikas Handelspartner müssten sich dabei aber an die in den Vereinigten Staaten geltenden Fairness-Regeln halten. Die amerikanische Regierung dürfe sich nicht mit „arglistigen Handelspraktiken“ und staatlich subventionierter Produktion im Ausland abfinden.

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          Im Auge haben dürfte er damit wohl vornehmlich China, das sein Chef schon während des Wahlkampfes stark kritisiert hatte. Nun fühlte Trump sich sogar veranlasst, verbal auf dem riesigen internationalen Währungsmärkten einzugreifen mit der Aussage, dass der Dollar „zu stark“ geworden sei. Ausdrücklich nahm er dabei Bezug auf China - „unsere Unternehmen können mit ihnen momentan nicht konkurrieren, weil unsere Währung zu stark ist. Und das bringt uns um (it's killing us)“, sagte er dem „Wall Street Journal“.

          Die Furcht vor einem Handelskrieg zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Erde macht die Runde. Chinas Staatspräsident Xi Jinping warnte am Dienstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ausdrücklich davor, dass in einem Handelskrieg alle verlieren - und hielt ein regelrechtes Plädoyer für Welthandel und Globalisierung. Ein Berater Trumps, der Hedgefonds-Manager Anthony Scaramucci, sagte im Anschluss daran in Davos wie eine Reaktion: „Wir wollen keine Handelskriege.“ Die neue Regierung Washington wolle vielmehr „phänomenale Beziehungen“ mit Peking. „Alles, worum wir bitten, ist, mehr Gleichheit in diese Handelsvereinbarungen zu bringen.“

          Derweil warnen in China engagierte amerikanische Unternehmer Trump vor einem Handelskrieg mit Peking. Die chinesische Regierung bereite Schritte vor, „um Vergeltung zu üben“, sagte Lester Ross von der amerikanischen Handelskammer in Peking. China stehe „nicht ohne Arsenal“ da, um auf Maßnahmen der Vereinigten Staaten zu reagieren - was freilich ohnehin bekannt ist. Ein Handelskrieg sei insbesondere nicht hilfreich, um Arbeitsplätze zu schützen, betonte William Zarit, der Vorsitzende der amerikanischen Unternehmerlobby im Reich der Mitte.

          Die Unternehmer kritisieren aber auch die chinesische Führung. Viele Firmen finden nach einer neuen Umfrage, dass sie in China mehr und mehr benachteiligt werden. 81 Prozent der befragten Manager fühlten sich „weniger willkommen“ als vor einem Jahr. Die meisten Befragten sehen empfinden das Umfeld als „abschreckend“ für Investitionen. Und 60 Prozent der Befragten gehen nicht davon aus, dass sich der Markt für ausländische Firmen in China bald weiter öffnen wird. Europäische Firmen klagen ähnlich.

          Trumps designierter Wirtschaftsminister Ross wiederum, der die Strategie der Handelspolitik ausarbeiten soll, wird laut Redetext vor den Abgeordneten auch erklären, dass die Regierung die die heimische Industrie und die Arbeiterschaft schützen wolle. Der 79 Jahre alte Milliardär betont zudem, dass er durch eigene Geschäfte ganz persönlich Erfahrungen mit „unfairem Handel“ gemacht habe. Ihm sei ein solcher sowohl in der Stahlbranche, als auch in der Textilindustrie und schließlich im Bereich der Autozulieferer begegnet.

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