https://www.faz.net/-gqe-9sp14

Petr Kellner : Tschechischer Milliardär steigt ins Fernsehgeschäft ein

  • Aktualisiert am

Petr Kellner Bild: Picture Alliance

Der tschechische Unternehmer Petr Kellner greift nach der amerikanischen Medienfirma CME. Das Unternehmen betreibt 30 Fernsehsender in fünf Ländern.

          1 Min.

          Der als reichster Tscheche geltende Unternehmer Petr Kellner steigt ins Fernsehgeschäft ein. Seine Investmentfirma PPF plant die Übernahme des amerikanischen Unternehmens Central European Media Enterprises (CME), das zahlreiche Privatsender in Tschechien, Bulgarien, Rumänien, Slowenien und der Slowakei betreibt. Beide Seiten hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, teilte die PPF-Gruppe am Montag in Prag mit. Die CME-Aktionäre und die Wettbewerbsbehörden müssten der Übernahme noch zustimmen. Der Preis der Transaktion beläuft sich CME zufolge auf umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro.

          Das amerikanische Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben mehr als 30 Fernsehkanäle mit mehr als 45 Millionen Zuschauern - darunter Nova, den meistgesehenen Privatsender Tschechiens. Die Übernahme von CME ergänze das Telekommunikationsgeschäft von PPF in Mittelosteuropa, teilte Kellner mit. „Wir wollen die natürlichen Synergien zwischen der Produktion und der Distribution von Inhalten nutzen“, sagte der 55-Jährige. PPF hatte 2014 bereits die tschechische Sparte des Festnetz- und Mobilfunkbetreibers O2 übernommen.

          Die Zeitschrift „Forbes“ führt Kellner in ihrer Liste der reichsten Tschechen 2019 auf Platz eins auf. Sein Vermögen werde auf 350 Milliarden Kronen, umgerechnet rund 13 Milliarden Euro, geschätzt. Den Grundstock dafür hatte er während der Privatisierung des Staatseigentums in den 1990er Jahren gelegt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Streit mit der Bild-Zeitung: Virologe Christian Drosten

          „Bild“ gegen Drosten : Wahrheit im Corona-Style

          Die Kampagne gegen den Virologen Drosten ist sachlich unbegründet, niveaulos und niederträchtig. Sie richtet sich gegen die Wissenschaft. Und damit ist weder der Gesellschaft noch der Politik gedient.
          Lachen für die Kameras: Betriebsratschef Bernd Osterloh und VW-Chef Herbert Diess (rechts) im Oktober 2019 in Wolfsburg

          Osterloh gegen Diess : Das System VW schlägt zurück

          Betriebsratschef Bernd Osterloh wagt den Machtkampf mit VW-Chef Herbert Diess. Hauptkritikpunkte: Sein Führungsstil und die vielen technischen Pannen im Unternehmen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.