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Energiepolitik : Tschechien will Atomkraftwerk Temelin ausbauen

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Kühltürme des Atomkraftwerks Temelin Bild: dapd

In Tschechien soll die Kernkraft langfristig die Kohle als wichtigsten Energieträger ablösen. Die Regierung plädiert für den Ausbau der Atomkraftwerke Dukovany und Temelin.

          Tschechien setzt künftig stärker auf die Kernkraft und will das Atomkraftwerk Temelin ausbauen. Das sieht das neue staatliche Energiekonzept bis zum Jahr 2040 vor, das am Montag vom Mitte-Links-Kabinett in Prag verabschiedet wurde. Die Entscheidung bedeute einen weiteren Schritt weg von fossilen Energieträgern, sagte Ministerpräsident Bohuslav Sobotka der Agentur CTK. An zweiter Stelle auf der Prioritätenliste folgen demnach erneuerbare Energiequellen wie Windkraft und Bioenergie.

          Das Konzept sieht vor, den Anteil der Atomkraftwerke an der Energieversorgung des industriegeprägten Landes auf mehr als 50 Prozent zu steigern. Dafür wird ein Ausbau der bestehenden Atomkraftwerke Dukovany und Temelin empfohlen. Die Kernkraft soll die Kohle langfristig als wichtigsten Energieträger ablösen.

          Wegen zahlreicher Störfälle in der Vergangenheit steht das AKW Temelin seit Jahren bei Umweltschützern in der Kritik. Die Anlage ist nur rund 60 Kilometer Luftlinie von der Grenze zu Bayern entfernt.

          Umweltschützer halten die neue Energiestrategie für verfehlt. „Verbraucher und Steuerzahler werden vor die undankbare Aufgabe gestellt, die nuklearen Träume der Regierung zu bezahlen“, meinte Edvard Sequens von der Umweltbewegung Calla. Der Rest Europas gehe längst andere Wege und fördere vermehrt Energieeinsparungen.

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