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Amerikas Staatsfinanzen : Trumps erstes Haushaltsdefizit beträgt 779.000.000.000 Dollar

  • Aktualisiert am

Donald Trump befeuert die Konjunktur vor allem mit neuen Schulden. Bild: AP

Amerikas Wirtschaft wächst schneller und die Arbeitslosigkeit sinkt weiter. Neue Zahlen des Finanzministeriums zeigen, was wesentlich dahinter steckt.

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          Die amerikanische Regierung hat ihre umfangreichen Steuersenkungen und neuen Ausgaben mit Milliardenschulden finanziert. Das Haushaltsdefizit im zurückliegenden Fiskaljahr (Stichtag ist der 30. September) – dem ersten, das komplett in die Amtszeit des Präsidenten Donald Trump fällt – beläuft sich auf 779 Milliarden Dollar. Das teilte das amerikanische Finanzministerium in Washington mit.

          Das Defizit ist damit um 113 Milliarden Dollar gestiegen gegenüber dem zurückliegenden Haushaltsjahr und auf den höchsten Stand seit sechs Jahren. Gemessen an der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) beträgt es nun 3,9 Prozent verglichen mit 3,5 Prozent im Vorjahr.

          „Trump euphorisiert die amerikanischen Konservativen“

          Die nun amtlichen Zahlen, die Fachleute ungefähr in dieser Größenordnung vorhergesagt hatten, fallen in eine Zeit, in der die Sorge um die amerikanische Wirtschaftspolitik ohnehin zunimmt. Gerade erst haben die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds darauf hingewiesen, dass das von Trump auf den Weg gebrachte Konjunkturprogramm eine ohnehin schon gut laufende Wirtschaft weiter befeuert – die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten sinkt seit Jahren, die Unternehmen melden robuste Gewinne. Die vor zehn Jahren nach dem Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers eskalierte Finanzkrise hat die größte Volkswirtschaft der Welt hinter sich gelassen.

          Ökonomen raten in solchen Zeiten den Regierenden meist dazu, Haushaltsdefizite zu verkleinern und Puffer aufzubauen für die nächste Krise. In Deutschland steht dafür beispielsweise die „schwarze Null“, also ein Staatshaushalt, der netto ohne neue Schulden auskommt.

          In den Vereinigen Staaten wiederum haben noch unter dem Präsidenten Barack Obama vor allem auch republikanische Abgeordnete Haushaltsdisziplin angemahnt und höhere Ausgabenwünsche mit ihren Mehrheiten im Kongress abgelehnt. Unter Obamas Nachfolger Donald Trump sind diese Bedenken offenkundig in den Hintergrund getreten – zumal öffentlich ist kaum Kritik daran zu vernehmen.

          „Was wir Europäer manchmal unterschätzen, das ist: Trump euphorisiert große Teile der Konservativen mit seinen Steuersenkungen und Deregulierungen regelrecht; er ist in diesen Kreisen – und das sind nicht wenige Menschen – sehr beliebt“, sagte Bernhard Langer, der für das Finanzhaus Invesco ungefähr 200 Milliarden Dollar anlegt, gerade im Gespräch mit FAZ.NET. Angesichts dessen treten Haushaltssorgen seiner Ansicht nach in den Hintergrund.

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