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Druck auf Notenbank : Trumps Kalkül

Donald Trump weiß nur zu gut, dass seine Zustimmungswerte stark von der Wirtschaftslage abhängen. So erklären sich auch seine Attacken auf die Fed.

          Konservative und (im europäischen Sinne des Wortes) Liberale müssten Donald Trump eigentlich dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst. Nicht nur lässt der Mann im Weißen Haus die staatliche Neuverschuldung aus dem Ruder laufen, anstatt mit einer „Schwarzen Null“ ein Signal für finanzpolitische Solidität zu setzen.

          Trump erweist sich zudem als ein Gegner einer starken Währung und hoher Zinsen, wie ganze Salven von Kurznachrichten über Twitter belegen. Auch am Montag forderte Trump von der Notenbank eine Leitzinssenkung, weil er sich einen schwächeren Dollar wünscht. Derweil schweigt die Republikanische Partei, einst von den Ideen Milton Friedmans beeinflusst, eisern zu Trumps Anfällen eines vulgären Keynesianismus, den selbst viele Keynesianer peinlich finden dürften. Aber hinter den Tiraden des Instinktpolitikers Trump steckt ein nüchternes Kalkül.

          Er weiß, dass seine politischen Zustimmungswerte stark von der sehr guten Wirtschaftslage abhängen, die sich aber allmählich zu verdüstern droht. Eine durch verbalen Druck weichgekochte Fed soll Trump mit einer lockeren Geldpolitik die Wiederwahl sichern helfen. Das Kalkül könnte aufgehen.

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