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Nach dem Brexit : Trump und Johnson wollen „robustes“ Handelsabkommen

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Der britische Premier Boris Johnson und der amerikanische Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generalversammlung im September 2019 Bild: dpa

Großbritannien und Amerika wollen ein Handelsabkommen, sobald der Brexit vollzogen ist. Der britische Premier forderte von Präsident Trump eine Aufhebung der Zölle auf zahlreiche Produkte aus Großbritannien.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Boris Johnson haben in einem Telefonat über die Handelsbeziehungen beider Länder nach dem bevorstehenden Brexit gesprochen. Beide Seiten hätten ihre Absicht bekräftigt, dem Austritt Großbritanniens aus der EU ein „robustes“ bilaterales Handelsabkommen folgen zu lassen, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Solange das Vereinigte Königreich noch Mitglied der Europäischen Union ist, kann es ein solches Abkommen nicht schließen.

          Johnsons Büro teilte mit, der Premier habe von Trump gefordert, dass die Vereinigten Staaten ihre jüngst verhängten Strafzölle auf schottischen Whisky wieder zurücknehmen. Außerdem habe er verlangt, die Drohung mit Strafzöllen auf Autoimporte aus der EU, wovon auch Großbritannien betroffen wäre, nicht in die Tat umzusetzen.

          Zölle auf Scotch

          Amerika hatte Mitte Oktober Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf zahlreiche Produkte aus Europa erlassen – darunter verschiedene Alkoholika wie Scotch. Die Strafzölle verteuern die Einfuhr europäischer Produkte in die Vereinigten Staaten, weshalb manche Verbraucher dort auf günstigere Alternativen ausweichen – und den europäischen Produzenten Einnahmeausfälle bescheren.

          Amerika hatte die Zölle Anfang Oktober als Vergeltung für rechtswidrige EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus angekündigt. Mitte November will Trumps Regierung zudem über die Einführung von Strafzöllen auf Autoimporte aus der EU entscheiden.

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