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Nafta-Kommentar : Mexikanischer Deal

Amerika und Mexiko haben sich geeinigt, die deutschen Autohersteller können erst einmal aufatmen. Doch mit China wird solch ein einfacher Kompromiss schwierig.

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          Donald Trump hat es sich anders überlegt. Das internationale Freihandelssystem in Schutt und Asche zu legen, hat für den amerikanischen Präsidenten nicht mehr oberste Priorität. Nach erheblichen Widerständen aus der Wirtschaft und den eigenen Reihen hat er im Handelsstreit Kompromissfähigkeit bewiesen. Auf den Waffenstillstand mit Europa folgt der Kompromiss mit Mexiko, dem sich wohl auch Kanada nicht wird entziehen können.

          Die deutschen Autohersteller dürfen zum zweiten Mal aufatmen. Weil die Löhne für mexikanische Arbeiter nach dem „Deal“ steigen dürften, wird es für sie zwar etwas teurer, dort zu produzieren. Doch das scheint das geringere Übel, verglichen mit Importzöllen, die im Handelskrieg wie Waffen eingesetzt werden. Die Anleger an den Börsen reagieren entsprechend positiv.

          Wirklich entspannt sein kann die deutsche Wirtschaft aber noch lange nicht. Schließlich schwelt der amerikanisch-chinesische Handelskrieg noch immer. Trump hat es sich zum Ziel gemacht, Chinas Aufstieg zur technologischen Wirtschaftsmacht zu torpedieren. Ein einfacher Kompromiss à la Mexiko ist deswegen unwahrscheinlich. Sollte der Streit eskalieren, wird das auch für Deutschland teuer.

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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