https://www.faz.net/-gqe-8g7ql

Hans Dieter Pötsch : VW-Chefaufseher ließ sich 20 Millionen garantieren

  • Aktualisiert am

Hans Dieter Pötsch Bild: dpa

Hans Dieter Pötsch wechselte im vergangenen Herbst vom VW-Vorstand an die Spitze des Aufsichtsrates. Obwohl der Abgas-Skandal ausgebrochen war, ließ er sich mehr Geld garantieren als bislang bekannt.

          1 Min.

          Der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, Hans Dieter Pötsch, hat sich offenbar infolge seines Wechsel vom VW-Vorstand zum Oberaufseher mehr Geld garantieren lassen als bislang bekannt. Insgesamt seien es 20 Millionen Euro, berichtet der „Spiegel“.

          Grundlage dieser Summe ist demnach das Geschäftsergebnis des Jahres 2014 gewesen, des besten in der Geschichte des Unternehmens. Pötsch seien davon ausgehend deswegen für die Jahre 2015, 2016 und 2017 zusammen 19,7 Millionen Euro garantiert worden.

          „Weder die konkrete Entwicklung des Geschäftsjahres 2015 und schon gar nicht der Jahre 2016 und 2017 waren zum Zeitpunkt der Entstehung des Auflösungsvertrags absehbar“, sagte Pötsch zur Begründung für seine Vergütungssumme dem Magazin.

          Wenn auch die konkrete Geschäftszahlen-Entwicklung nicht vorhersehbar war, befand sich Volkswagen allerdings schon im Abgas-Skandal. Pötsch selbst habe damals befunden, der Konzern befinde sich in einer „existenzbedrohenden Krise“, heißt es in dem Bericht weiter - und habe außerdem bereits mehrere Milliarden Euro in seiner Bilanz zurückgestellt für den entstandenen Schaden.

          Weitere Themen

          Viel Lärm um Tesla Video-Seite öffnen

          Protest in Grünheide : Viel Lärm um Tesla

          Der Autobauer und das Land Brandenburg haben sich auf den Kauf der Landfläche geeinigt, auf der der Konzern seine Fabrik für Elektroautos errichten will. Ein Gutachten soll nun den Kaufpreis ermitteln. Gegner des Vorhabens fordern mehr Transparenz und fürchten Umweltschäden.

          Attacke auf Angestellte

          FAZ Plus Artikel: Der Steuertipp : Attacke auf Angestellte

          Eine Änderung des Steuergesetzes könnte dazu führen, dass Leistungen wie ein Jobticket, ein überlassenes E-Bike oder Zuschüsse für die Kinderbetreuung bald voll zu versteuern sind.

          Topmeldungen

          Warten auf Gäste: Türkische Taxifahrer an der syrisch-türkischen Grenze in Kilis im September 2019

          Flüchtlinge in der Türkei : Wer soll das bezahlen?

          Immer wieder weist der türkische Präsident Erdogan auf die hohen Ausgaben für die syrischen Flüchtlinge in seinem Land hin. Wie viel Geld steht der Türkei tatsächlich zur Verfügung?
          Seit Anfang des Jahres gelten andere Regel für Totalverluste aus Kapitalvermögen: Sie sind nicht mehr voll von der Steuer absetzbar.

          Steuergesetz : Verluste tun jetzt doppelt weh

          Wenn Anleger Geld verlieren, müssen sie oft trotzdem Steuern zahlen. Schuld daran ist ein neues Gesetz, das eigentlich nur grenzüberschreitende Steuergestaltungen regeln sollte.
          Späte Gerechtigkeit: Der Angeklagte Oswald Kaduk am 20. Dezember 1963 im Auschwitz-Prozess in Frankfurt

          Aufarbeitung des Völkermords : Auschwitz vor Gericht

          Auch nach dem Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 blieben viele Helfer und Helfershelfer des monströsen Völkermordes unbehelligt. Doch unabhängig von Strafprozessen gegen noch lebende Täter bleibt Auschwitz im Recht präsent.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.