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Skitourismus in Österreich : Warten statt Wedeln

Ein Skifahrer auf der Piste im Skigebiet Flachau-Wagrain-St. Johann im Februar 2019. Bild: dpa

Die Bundesregierung berät über eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen. In Österreich wird dies mit Sorge beobachtet: Das Ausbleiben ausländischer Urlauber würde vielerorts die Saison beenden, bevor sie überhaupt begonnen hat.

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          Der Corona-Winter könnte für die Wirtschaft in vielen Skigebieten sehr hart werden. Die Betriebe verharren in der Schockstarre. Die Saison für den in Österreich so wichtigen Wirtschaftszweig ist covidbedingt praktisch nicht angelaufen. Zwischen Bregenz und Eisenstadt gibt es zum dritten Mal seit Beginn der Seuche harte Ausgangsbeschränkungen. „Wir haben den Lockdown, wir haben die Weihnachtsfeiertage gehabt – es hat sich nichts abgespielt“, resümiert der Branchensprecher in der Wirtschaftskammer Österreich, Robert Seeber. In der vierten Januarwoche könnte die Branche durchstarten, hoffen viele mit Blick auf das erhoffte Ende der behördlichen Schließungen.

          Michaela Seiser
          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Dem könnte allerdings die Infektionslage – vor allem die jüngste Ausbreitung der noch infektiöseren britischen Mutationsvariante des Coronavirus – einen Strich durch die Rechnung machen. Der seit Mitte dieser Woche kolportierte Plan der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Beschränkungen in Deutschland bis Ostern zu verlängern, ist eine weitere negative Perspektive für die ohnedies schon hart getroffene Branche. Denn aus dem Nachbarland kommt normalerweise das Gros der Gäste in den österreichischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. „Ohne den ausländischen Touristen geht es nicht. Die großen Skigebiete in Westösterreich sind natürlich geprägt vom ausländischen Gast“, räumte Seeber ein. Wegen dieses Klumpenrisikos gibt es dort nach seinen Angaben in diesem Winter „Ausfälle von 90 Prozent, teilweise sogar über 90 Prozent. Vor allem fehlen die Deutschen und die Niederländer.“ Österreichweit belaufe sich das Minus auf etwa 80 Prozent. „Das verheißt für Österreich nichts Gutes, wenn sich um Österreich herum das Infektionsgeschehen so gestaltet“, weiß Seeber. Doch auch Österreich selbst gilt als Risikogebiet und ist mit zahlreichen Reisewarnungen seitens anderer Länder konfrontiert. Nur ein Viertel der Österreicher plant einen Winterurlaub. Vergangenes Jahr buchte den Angaben zufolge jeder Zweite. Die Kurzfristigkeit der Buchungen nimmt angesichts der Corona-Pandemie weiter zu, Gratis-Storno infolge einer geänderten Infektionslage wird erwartet.

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