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Treuhand-Chefin Birgit Breuel : „Westdeutsche hätten das nicht durchgehalten“

Birgit Breuel, ehemalige Präsidentin der Treuhandanstalt, aufgenommen im Juli 2019 in ihrem Haus in Hamburg Bild: Jana Mai

Als Chefin der Treuhandanstalt privatisierte Birgit Breuel die DDR-Wirtschaft. Dafür wird sie bis heute angefeindet. In einem seltenen Interview spricht sie über Chancen und Irrtümer – und über ihre Gefühle für die Ostdeutschen.

          11 Min.

          Frau Breuel, ostdeutsche Politiker wollen die Geschichte der Treuhand noch einmal aufarbeiten. Haben Sie dafür Verständnis?

          Inge Kloepfer

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Ich kann dieses Anliegen sehr gut verstehen. Aber wir müssten uns die gesamte Transformation vornehmen, nicht nur die Geschichte der Treuhandanstalt. Die Treuhand war nur ein Baustein des harten Systemwechsels von der Plan- zur Marktwirtschaft, wenn auch ein sehr gewichtiger. Wir brauchen in Deutschland eine breite gesellschaftliche Debatte über die Mühen der Einheit. Und wir brauchen ein geeignetes Verfahren dafür.

          Die Treuhand war der Maschinenraum der Wiedervereinigung, der Ort, an dem – wie erfolgreich auch immer – an ihrer Umsetzung gearbeitet wurde.

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