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Trends auf der IFA : Voll blau und hoch aufgelöst

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Bild: FAZ.NET

An diesem Freitag hat die Internationale Funkausstellung ihre Tore für das Publikum geöffnet. Auch in diesem Jahr kommen die Besucher an den Full-HD, HD-Ready und Blu-ray-Etiketten nicht vorbei. Bringt der Einstieg in diese Formate nach Jahren der HDTV-Lüge den Verbrauchern endlich etwas? Eine Analyse.

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          Egal, wo man hinschaut: Auf der Internationalen Funkausstellung ist alles schön flach. In den Hallen der Unterhaltungselektronik-Hersteller dreht sich vieles um dünne HDTV-Fernseher und den DVD-Nachfolger Blu-ray. Die Silberscheibe ist immer noch ein Nischenprodukt. Doch das soll sich ändern: Nach einer Schätzung der Bitkom werden sich im nächsten Jahr knapp 900.000 zusätzliche Haushalte in Deutschland einen Blu-ray-Spieler zulegen.

          Panasonic macht an seinem Stand vor, wie die Welt von morgen aussehen sollte. Das japanische Unternehmen präsentierte den Flachbild-Fernseher TH-58PZ700 mit einer Diagonalen von 58 Zoll (knapp eineinhalb Meter), der gerade mal so tief ist wie ein Zwei-Euro-Stück (knapp zweieinhalb Zentimeter). Das Plasma-Magermodel wird allerdings nichts für schlanke Portemonnaies sein - wie viel es genau kostet, steht noch nicht fest. Passend dazu feiern bei Panasonic zwei neue Blu-ray-Spieler Weltpremiere. Der DMP BD35 und DMP BD55 versorgen den Fernseher oder Beamer mit 1080 Zeilen und laden dank des Profils BD-Live zusätzliche Informationen aus dem Internet.

          In Sachen Fernsehen dreht sich auf der Ifa alles um das hochauflösende HDTV. Während man sich in den Anfangszeiten des HDTV noch mit einer Auflösung von 720 x 1280 zufrieden gab („HD Ready“), gilt es jetzt, den Kunden mit 1080 x 1920 Pixel zu locken („Full HD“). Panasonic, Philips, Samsung oder Sony wollen den Besuchern deutlich machen: Ihr braucht nun einen HDTV-Fernseher mit Full-HD. Wer sich die päparierten Trailer und dafür bestimmten Filme ansieht, kommt in der Tat ins Staunen. Solch eine detailgetreue Darstellung auf dem Bildschirm hat man im Wohnzimmer selten gesehen.

          Die Auswahl an Geräten ist größer geworden

          Hochauflösendes Fernsehen ist zwar seit Jahren ein wichtiges Thema auf der Funkausstellung. Doch diesmal bleibt HDTV nicht bloß ein leeres Versprechen. Bisher war die Enttäuschung meist groß bei den Verbrauchern, wenn sie mit ihrem „HD Ready“ oder „Full HD“-Fernseher nach Hause gekommen sind. Denn ein Fernseher kann nur hochauflösend darstellen, wenn ein Quellgerät die entsprechenden Signale liefert. Ansonsten werden die üblichen 576 Zeilen hochskaliert, was meist ein bescheidendes Ergebnis liefert. Es fehlten Hersteller von Abspielgeräten, die die entsprechende Auflösung lieferten und die Fernsehsender wollten - bis auf wenige Ausnahmen - ebenfalls wenig von HDTV wissen. Mittlerweile hat die Branche verstanden: Der Kunde braucht beides: ein Gerät, das hochauflösende Signale verarbeiten und ein Produkt, das sie senden kann.

          Auf der Ifa kann man schön sehen, was sich in diesem Bereich verbessert hat. Es gibt mittlerweile eine große Auswahl von Geräten, die sich das Signal passend zuspielen. Wer sich also etwa einen Full-HD-LCD kauft und noch genug Geld übrig hat für einen Blu-ray-Spieler, kann eine Auflösung von „echten“ 1080 Zeilen genießen.

          Allerdings: Die Filmauswahl im Blu-ray-Format ist noch relativ klein und beschränkt sich vor allem auf Blockbuster und Animationsfilme. 300 Spielfilme hatten die Hollywood-Verleiher im letzten Jahr auf der Ifa aufgereiht, inzwischen soll es etwa 500 neue Titel geben. Es hätte schlimmer kommen können. Noch bis Ende letzten Jahres tobte ein Formatkrieg: Blu-ray gegen HD-DVD. Als einer der Verlierer ging Toshiba vom Platz. Das Unternehmen setzte auf HD-DVD. Die Produktion dieser Abspielgeräte und Scheiben ist mittlerweile eingestellt.

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