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Treffen in Davos : Weltwirtschaftsforum wird verschoben

Ein Bild aus 2020 Bild: AFP

Das alljährliche Treffen von Regierungs- und Konzernchefs wird nicht wie geplant im Januar stattfinden. Ein neuer Termin wird angepeilt – doch ob dann ein persönliches Treffen möglich sein wird, ist auch fraglich.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Die für den 17. bis 21. Januar 2022 geplante Jahreskonferenz des Weltwirtschaftsforums in Davos wird verschoben. Zu diesem Entschluss sei die Stiftung des World Economic Forum (WEF) wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gekommen, teilte sie am Montag an ihrem Sitz in Cologny bei Genf mit. „Die derzeitige Pandemie-Situation macht es extrem schwierig, ein globales Treffen in Person abzuhalten“, hieß es. „Trotz der strengen Gesundheitsprotokolle des Treffens haben die Übertragbarkeit von Omicron und seine Auswirkungen auf Reisen und Mobilität eine Verschiebung notwendig gemacht.“

          Als nächster Termin werde der Frühsommer 2022 angepeilt. Die Stiftung bringe Führungskräfte stattdessen virtuell zusammen, sagte WEF-Gründer Klaus Schwab. „Die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor hat sich während der Pandemie weiterentwickelt, und das wird auch weiterhin so bleiben. Wir freuen uns darauf, die führenden Persönlichkeiten der Welt bald persönlich zusammenzubringen.“

          Schon dieses Jahr digital

          Die Schweiz verschärft seit Montag ihre Corona-Regeln, um Infektionen einzudämmen und das Gesundheitssystem zu schützen. Sie führte eine Homeoffice-Pflicht ein und schloss Ungeimpfte von großen Teilen des öffentlichen Lebens aus. Die Regierung hat zudem die Streitkräfte zur Unterstützung der Krankenhäuser bei der Patientenversorgung, beim Transport und bei Impfungen herangezogen. In der Schweiz mit ihren rund 8,5 Millionen Einwohnern wurden in diesem Monat rund 160.000 Coronavirus-Fälle gemeldet.

          Die WEF-Stiftung hält ihr Jahrestreffen seit Jahrzehnten mit wenigen Ausnahmen im Schweizer Wintersport Davos im Kanton Graubünden ab. Dort Treffen sich tausende Unternehmer und Politiker zum Austausch über die drängenden Themen von Wirtschaft und Gesellschaft. Es ist mit Regierungschefinnen und -chefs und Unternehmensspitzen aus aller Welt stets hochkarätig besetzt.

          Auch in diesem Jahr war das Treffen erst verschoben worden und wurde schließlich, zumindest in Person, ganz abgesagt. Es sollte zunächst im Mai in Singapur stattfinden, dann im August, aber auch diese Pläne wurden durch die Pandemie zunichte gemacht. Stattdessen fand das Treffen 2021 als reine Digitalveranstaltung statt.

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