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Kommentar : Toxischer Flughafen

  • -Aktualisiert am

Hartmut Mehdorn, dem streitbaren wie umstrittenen BER-Chef, ist der Kragen geplatzt - er gibt auf. Verantwortung für das Desaster in Berlin trägt auch die Politik.

          Mit einem Paukenschlag wirft Hartmut Mehdorn hin. Dem streitbaren Chef des Skandalflughafens BER platzte der Kragen. Die Spatzen pfiffen es schon von den Berliner Dächern.

          Es wird ein Nachfolger für ihn gesucht, seine ruppige Art und der schleppende Fortschritt auf der Dauerbaustelle waren den Gesellschaftern Bund und Brandenburg ein Dorn im Auge. Michael Müller, Berlins neuer Regierender Bürgermeister, der mit Akribie das Dickicht der BER-Akten zu lichten versucht, hätte es als dritter Anteilseignervertreter wohl noch länger mit Mehdorn ausgehalten.

          Wird Mehdorns Nachfolger, der aus Köln kommen könnte, mehr Erfolg haben? Es wäre Berlin zu wünschen, auch weil über die Posse inzwischen die halbe Welt lacht. So gut es ist, dass auch im Aufsichtsrat externer Sachverstand einzieht, so fragwürdig ist das Wegducken von Brandenburg und dem Bund. Der Ministerpräsident von Brandenburg gehört in den Aufsichtsrat, ebenso hochkarätig müsste dort der Bund seine Interessen wahrnehmen.

          Die Eigentümer mögen keine Verantwortung für den Pfusch am Bau tragen, aber sie haben das Führungspersonal ausgewählt, also sind sie für das Debakel auch verantwortlich.

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