https://www.faz.net/-gqe-91a02

Ab nächstem Jahr : Touristensteuer auf Mallorca soll verdoppelt werden

  • Aktualisiert am

Touristen am Strand von Palma de Mallorca Bild: AFP

Die im Sommer 2016 auf Mallorca eingeführte „Ökotaxe“ wird im kommenden Jahr aller Voraussicht nach ansteigen. Die scharfe Kritik an dem Vorhaben folgt auf dem Fuße.

          1 Min.

          Mallorca-Besucher werden ab 2018 wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Parteien der linken Regierungskoalition der Balearen hätten sich auf eine Verdoppelung der umstrittenen Touristenabgabe geeinigt, berichteten Medien am Mittwoch unter Berufung auf das Tourismusministerium der spanischen Autonomen Gemeinschaft in Palma. „Es gibt ein Prinzipienabkommen“, sagte auch der regionale Chef der Linkspartei Podemos (Wir können), Alberto Jarabo, der Nachrichtenagentur Europapress. Ein Treffen zur Besprechung der letzten Details werde es am Donnerstag geben, hieß es. Gäste der Inseln Mallorca, Menorca, Formentera und Ibiza würden demnach bis zu vier Euro pro Kopf und Nacht zahlen müssen.

          Durch die Erhöhung der im Sommer 2016 eingeführten sogenannten „Ecotasa“ (Ökotaxe) will man insgesamt Einnahmen von rund 100 Millionen Euro pro Jahr erzielen. Mit dem eingenommenen Geld werden nach Angaben der Regionalregierung vor allem Umweltprojekte finanziert. Der Verband der Hoteliers von Mallorca (FEHM) kritisierte das Vorhaben als „katastrophal“. „Noch ist keine positive Folge (der Touristenabgabe) zu sehen, weder im sozialen Bereich noch in Bezug auf das touristische Angebot“, klagte Verbandspräsidentin Inmaculada Benito in einer Mitteilung.

          Je nach Art der Herberge müssen Besucher der Balearen derzeit pro Person und Nacht zwischen 50 Cent und zwei Euro zahlen. In der Nebensaison zwischen November und April wird der Betrag halbiert. Es gibt Überlegungen, die Hauptsaison bereits im März beginnen zu lassen. Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind befreit.

          Weitere Themen

          Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist Video-Seite öffnen

          Greenwashing : Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist

          Grüne Investitionen erobern die Finanzmärkte. Mehr als 300 Milliarden Dollar flossen 2020 in „nachhaltige“ Anlagen und brachen damit den Rekord des Vorjahres. Doch wirklich "grün" zu investieren, ist schwieriger als es klingt.

          Topmeldungen

          Israelische Polizisten bei einer Demonstration am 12. Mai in Lod

          Ausschreitungen in Israel : „Es geht ihnen nicht um Koexistenz“

          Nach den Unruhen in Jerusalem ist die Gewalt in vielen gemischten Orten in Israel eskaliert. Besonders schlimm war es in Lod, einer Achtzigtausend-Einwohner-Stadt, in der jeder Dritte einen arabischen Hintergrund hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.