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Overtourism : Urlaubsziele vor dem Touristen-Kollaps

Venedig will mit einer Gebühr gegen den Gästeansturm ankommen. Bild: Picture-Alliance

Ob Venedig oder Barcelona – viele Städte werden von Touristen überrannt. Auch in Deutschland gibt es Probleme: 2018 kamen 1,6 Millionen Touristen allein aus China. Lösungen gibt es nicht.

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          Alles voll. Ob am Timmendorfer Strand, Scharbeutz oder Travemünde – in den Orten an Schleswig-Holsteins Ostseeküste ließ sich zuletzt schon an den Straßenrändern erahnen, wie gern die Bundesbürger im Allgemeinen und vor allem in diesem Sommer im Inland Urlaub machen. Alles vollgeparkt, in Wohngegenden waren alle Bordsteinkanten belegt, örtliche Händler beklagten, dass schon zur Ladenöffnung Kundenparkplätze besetzt waren von Badegästen.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Für die folgte auf die Suche nach dem Parkplatz die Suche nach dem Strandkorb. Die meisten Vermieter hatten an ihren Holzhäuschen „Ausgebucht“-Schilder hängen. Ferien ohne Flug, denn Strand gibt es auch innerhalb der Landesgrenzen. Das passt zu Forderungen, die von Fridays-for-Future-Protestierern in der Klimadebatte kommen. Gleichzeitig kollidiert es mit den Wünschen von Einheimischen in Urlaubsorten, die sich in der Overtourism-Debatte gegen Überfüllung wehren.Die Reisebranche rutscht in eine Klemme. Auf der einen Seite fordern Kritiker den Verzicht auf Flüge und Kreuzfahrten, auf der andere Seite fürchten Kritiker, dass mehr Gäste im Inland Urlaubsorten Charme und Authentizität sowie die frische Luft nehmen.

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