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Tourismus : Hapag-Lloyd Express hebt ab

  • Aktualisiert am

Billigflieger auch bei TUI Bild: dpa

TUIs Halbjahreszahlen stürzen ab. Gleichzeitig will der Konzern mit einer neuen Billigairline durchstarten.

          Trotz tiefroter Halbjahreszahlen will der weltgrößte Tourismuskonzern TUI nun auch mit einem eigenen Billigflieger an den Start gehen. „Hapag-Lloyd Express“ soll ab Dezember Ryanair und Co Konkurrenz machen. Die neue Billigfluglinie soll vom Flughafen Köln/Bonn aus mit acht Boeing-Maschinen der Fluggesellschaft Germania innerdeutsche und europäische Strecken bedienen, teilte TUI-Chef Michael Frenzel mit. Die Gewinnschwelle solle spätestens im Jahr 2004 erreicht werden.

          Gleichzeitig legte der Konzernchef einen Halbjahresverlust von 117,2 Millionen Euro vor. Im ersten Halbjahr 2001 hatte TUI noch einen Gewinn von 111,9 Millionen Euro ausgewiesen. Für das Minus macht der Konzern vor allem die Pleite von Babcock Borsig verantwortlich, die allein 189 Millionen Euro gekostet hat. Auch die allgemeine Tourismus-Flaute sei eine Ursache.

          Neuer Markt mit neuen Chancen

          Laut Frenzel soll die neue Billig-Linie Marktführer in Deutschland werden. Ab Köln/Bonn werden von Dezember an für Preise ab zehn Euro deutsche und ab 25 Euro europäische Ziele angeflogen. Dabei fallen keine zusätzlichen Steuern und Gebühren an. Im ersten Jahr würden 1,3 Millionen Passagiere angepeilt. Als Flugziele nannte Frenzel unter anderem Dresden, München und Berlin sowie Barcelona, Mailand, Paris und London. Tickets soll es im Internet wie auch bei Reisebüros geben.

          Vergangenen Dienstag hatte bereits Lufthansa mit einem neuen Tarifsystem eine Preisoffensive gestartet und damit auf den zunehmenden Wettbewerb durch die Billigairlines reagiert. Auch TUI überlegt schon seit geraumer Zeit ins Billigflieger-Geschäft einzusteigen. Frenzel begründet diesen Schritt damit, dass sich für TUI ein neuer Markt mit neuen Wachstumschancen ergebe. Für den Low-Cost-Markt werde bis 2005 eine jährliche Steigerung von 23 Prozent erwartet, deutlich mehr als die jährlichen sieben Prozent für die übrige Luftfahrt, sagte Frenzel. Analysten zeigten sich weniger überzeugt von den hochtrabenden Zielen Frenzels (siehe: ).

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