https://www.faz.net/-gqe-94imv

Ex-Ministerpräsident : Torsten Albig wird Lobbyist für die DHL in Brüssel

  • Aktualisiert am

Torsten Albig Bild: dpa

Der frühere Regierungschef von Schleswig-Holstein hat eine neue Anstellung: Er vertritt die Interessen eines Paketdienstes gegenüber der EU. Und sagt auch, wann seine Kinder mit umziehen.

          1 Min.

          Schleswig-Holsteins ehemaliger Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat gut ein halbes Jahr nach seiner Wahlniederlage einen neuen Arbeitsplatz als Lobbyist gefunden. Der Vierundfünfzigjährige fängt am 1. Januar als Unternehmens-Repräsentant der DHL-Gruppe in Brüssel an. „Wir ziehen nach Brüssel“, sagte Albig: „Ich sofort - der Rest nach den Schulferien.“ Albigs offizieller Titel lautet „Vice President Corporate Representation Brussels“.

          Albig führte von 2012 bis 2017 in Schleswig-Holstein eine Koalition aus SPD, Grünen und der Partei der dänischen Minderheit SSW. Die Landtagswahl im Mai 2017 verlor die SPD jedoch. Eine Woche nach der Niederlage kündigte Albig seinen Rückzug aus der Politik an. Nach der Wahl von Daniel Günther (CDU) zu seinem Nachfolger zog sich Albig weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Sein Landtagsmandat nahm er nicht wahr.

          Vor seinem Wechsel an die Spitze der Landesregierung war er Sprecher mehrerer Bundesfinanzminister und Konzernsprecher der Dresdner Bank in Frankfurt sowie zuletzt bis zum Jahr 2012 drei Jahre lang Kieler Oberbürgermeister. 2016 hatte sich Albig nach 27 Jahren Ehe von seiner Frau getrennt. Mit ihr hat er zwei Kinder. Er zog zu seiner neuen Lebensgefährtin Bärbel Boy, die drei Kinder hat.

          Bereits zu seiner aktiven Zeit als Politiker hatte der gebürtige Bremer einen späteren Berufswechsel nicht ausgeschlossen. „Es wäre kein dramatischer Bruch in meinem Leben, wenn nach der Frankfurter, der Berliner und der Kieler Zeit noch eine Tätigkeit in London, Chicago oder Buenos Aires stehen würde“, sagte der SPD-Politiker der schon Ende des Jahres 2014.

          Potsdamer Paketbombe : Millionenerpressung gegen DHL

          Weitere Themen

          Flixbus übernimmt „Greyhound“ Video-Seite öffnen

          Bekannte US-Fernbuslinie : Flixbus übernimmt „Greyhound“

          Flixmobility hat das US-amerikanische Busunternehmen Greyhound übernommen. Die GmbH mit Sitz in München teilte am Donnerstag mit, dass sie die Firma mit den ikonischen blau-silbernen Bussen für 46 Millionen Dollar von der britischen FirstGroup gekauft habe.

          Topmeldungen

          Abschied von Merkel : „Wie Rom ohne Vatikan“

          Angela Merkel verlässt nach 16 Jahren die europäische Bühne. Bei ihrem letzten EU-Gipfeltreffen bekommt sie warme Worte, stehenden Applaus – und ein seltsames Geschenk.
          Leif Eriksson war hier gewesen. Diese Gebäude der Wikingersiedlung an der Bucht L’Anse aux Meadows auf Neufundland sind allerdings rekonstruiert.

          Wikinger in Nordamerika : Tausend Jahre Vínland

          Die Wikinger kamen bis nach Kanada. Aber wann? Jetzt ist es endlich gelungen, ihre Hinterlassenschaft dort exakt zu datieren.
          Der französische Präsident Emmanuel Macron am 20. Oktober bei der Eröffnung der FIAC, Frankreichs größte Messe für zeitgenössische Kunst, in Paris

          Einmalzahlung für Franzosen : Macron als Weihnachtsmann der Nation

          Nach der Ankündigung einer Einmalzahlung für alle Franzosen mit einem Nettogehalt von weniger als 2000 Euro wird Frankreichs Präsident Emmanuel Macron heftig kritisiert. Nicht nur aus der Politik – sondern auch von Bürgern.
          Wann Julian Nagelsmann wieder an der Seitenlinie steht, ist unsicher.

          Corona beim Bayern-Trainer : Nagelsmann arbeitet jetzt in der Küche

          Der corona-infizierte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann ist „ein bisschen schlapp“. Wann er die Isolation beenden darf, entscheidet das Gesundheitsamt. Vorerst bleibt er in seinem „Analysezentrum“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.