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F.A.S. Exklusiv : Tim Berners-Lee stellt Verfassung für faires Internet vor

Tim Berners-Lee auf einer Digitalmesse in Köln Bild: dpa

Der britische Informatiker Tim Berners-Lee gilt als Vater des Internets. Jetzt warnt er vor den Gefahren und legt ein Konzept für ein neues Netz ohne Hass und Fehlinformationen vor.

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          Der Internetpionier Tim Berners-Lee stellt am Montag in Berlin seinen Plan für eine umfassende Reform des weltweiten Datennetzes vor. „Über 30 Jahre hinweg war das Netz zumeist eine wunderbare Kraft für das Gute“, sagte der britische Informatiker der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Aber zuletzt haben wir erlebt, dass mehr und mehr Unheil angerichtet wird“, warnte Berners-Lee, der als Vater des Internet gilt, weil er vor drei Jahrzehnten mit seiner Arbeit wesentliche Grundlagen für das moderne Datennetz geschaffen hat. Unter anderem entwickelte er die Internet-Programmiersprache HTML und den ersten Web-Browser.

          Berners-Lee beklagte, dass das Internet für die Verbreitung von Hass und Falschinformationen missbraucht werde. Menschen würden im Netz schikaniert und betrogen, die Demokratie werde „untergraben“. Dem will er auf der Konferenz Internet Governance Forum in Berlin seinen Aktionsplan für ein besseres Internet entgegensetzen. Berners-Lee hat das von ihm als „Contract for the Web“ (Vertrag für das Internet) bezeichnete Vorhaben vor einem Jahr angekündigt.

          Jetzt legt er in der deutschen Hauptstadt eine ausformulierte Fassung seines Manifests vor, an dem eine Expertengruppe über Monate hinweg gearbeitet hat.

          Der „Internet-Vertrag“ wird laut Berners-Lee „konkrete Verantwortlichkeiten“ festlegen, zu denen sich teilnehmende Regierungen, Unternehmen und Bürger bekennen müssten. Dies sei notwendig, um sicherzustellen, dass das Internet „weiterhin der Menschheit nützt“, sagte Berners Lee der F.A.S.. Die Regierungen in Berlin und Paris, sowie führende Internetkonzerne wie Facebook und Google haben bereits in Grundsatz angekündigt, sein Vorhaben zu unterstützen.

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