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Tilman Kuban : Chef der Jungen-Union fordert Null-Runde für Rentner

  • Aktualisiert am

Tilman Kuban während des Niedersachsentag der Jungen Union im September Bild: dpa

Hubertus Heil will den Rentnern trotz Corona-Krise auch im kommenden Jahr mehr Geld zusichern. Der Vorsitzende der Jungen Union wirft dem Arbeitsminister mangelnde Solidarität vor und warnt vor einer Überforderung der jungen Generation.

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          Die Junge Union (JU) fordert einen Verzicht auf die Rentenerhöhung im kommenden Jahr und damit eine Nullrunde für Rentner. Der JU-Vorsitzende Tilman Kuban kritisierte im Interview mit der Nachrichtenseite „Business Insider“ (Sonntag), dass die Bundesregierung die Renten im kommenden Jahr erhöhen will, obwohl das eigentlich nicht vorgesehen wäre, weil die Löhne aufgrund der Corona-Krise sinken. Dies müsse rückgängig gemacht werden, forderte Kuban.

          „Niemand möchte die Lebensleistung der Rentner schmälern, aber wir müssen darauf achten, dass der jungen Generation nicht ein völlig überfordertes Rentensystem vererbt wird“, sagte der JU-Chef. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) warf er vor, für die Rentner eine teure Ausnahme zu machen.

          Im Entwurf des Haushaltes des Arbeits- und Sozialministeriums für 2021 beträgt der Zuschuss zur Rentenversicherung mehr als 100 Milliarden Euro. Grundlage für die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Normalerweise gilt: Steigen die Löhne nicht, steigt auch die Rente nicht. Doch Heil will den Rentnern durch das Aussetzen des sogenannten Nachholfaktors in der Rentenformel auch kommendes Jahr mehr Geld zusichern. „Das ist keine Solidarität, das geht zulasten der jungen Generation. Deswegen muss der Nachholfaktor wieder eingeführt werden“, sagte Kuban.

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