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Geld in Steueroasen Weltbank-Beben

Eine Untersuchung von drei Ökonomen zeigt, dass Geld von der Entwicklungshilfe-Institution auf Konten in Steueroasen gelandet sein könnte. Für die Weltbank ist das ein heftiger Krisenfall. Umso wichtiger ist nun volle Transparenz. Mehr

18.02.2020, 19:42 Uhr | Wirtschaft
Weltbank

Die Weltbank wurde wie ihre Schwesterorganisation, dem Internationalen Währungsfond, 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods gegründet und sollte ursprünglich den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg voranbringen. Heute ist die Kernaufgabe der Weltbankgruppe, die Armut in der Welt zu bekämpfen und die Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern zu verbessern. Weltbank und IWF, beide verleihen Geld an finanzschwache Staaten und sollen sich dabei ergänzen. Die Weltbank verleiht mittel für Infrastrukturprojekte vor allem an Schwellen- und Entwicklungsländer. 2016 verlieh die Weltbank 64,2 Milliarden Dollar für Straßenbau, Kraftwerke oder Staudämme u.a. Teile dieser Kredite können auch zinslose oder sogar ganz erlassen werden, wenn ein Staat zu arm ist. Doch er musst umstrittenen Bedingungen zustimmen, wie zum Beispiel die Öffnung der Märkte oder den Verkauf von Staatsbetriebe.

Die fünf Organisationen der Weltbankgruppe:
Die erste ist die 1994 gegründete International Bank for Reconstruction and Development (IBRD). Sie besteht aus 188 Mitglieder und vergibt Kredite zu Markant-Konditionen an Regierung kreditwurdige Länder. Die zweite ist die 1956 gegründete International Finance Corporation (IFC). Sie besteht aus 183 Mitglieder und hat die Aufgabe, die Entwicklung des Privatsektors in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern. Zu diesem Zweck offeriert sie Darlehen, Eigenkapitalbeteiligungen, Garantien und eine Reihe innovativer Finanzierungsprodukte zu kommerziellen Bedingungen. Die dritte ist die 1960 gegründete International Development Association (IDA). Sie spielt eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Armutsbekämpfung und ist in rechtlicher und finanzieller Hinsicht selbstständig. Die vierte ist das 1966 gegründete Internationales Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID). Das Schiedsgericht der Weltbank schlichtet Investitionsstreitigkeiten zwischen Regierungen und ausländischen Investoren und übernimmt Beratungsdienste, Forschungs- und Publikationsaufgaben. Die letzte jüngste Organisation der Weltbank ist die 1988 gegründete Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur (MIGA). Die hinter der Schaffung der MIGA stehende Idee ist, dass ausländische Direktinvestitionen einen nachhaltigen Beitrag zur Lösung des internationalen Verschuldensproblems leisten können.

Die Macht an der Spitze der Weltbank:
Auch auf anderen Ebenen gibt es Kritik: Der seit 2012 amtierende Präsident Jim Yong Kim ist nicht unumstritten. Anfang August 2016 hatte die Mitarbeitervereinigung der Weltbank in einem offenen Brief massive Kritik an ihm geübt. In der internationalen Finanzorganisation herrsche eine "Führungskrise", welche die Weltbank auf längere Sicht irrelevant machen könnte, hieß es darin. Die rund 15.000 Mitarbeiter zählende Organisation beklagte Intransparenz bei der Postenbesetzung, Führungsschwäche, interne Unzufriedenheit und ein Übergewicht der Vereinigten Staaten. Trotzdem wurde der gelernte Mediziner mit Wurzeln in Südkorea 2016 für weitere fünf Jahre vom Exekutivrat der Weltbank einstimmig wiedergewählt.

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