Geldpolitische Outright-Geschäfte
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Allgemeine Infos über Geldpolitische Outright-Geschäfte
Als Geldpolitische Outright-Geschäfte (englisch: Outright Monetary Transactions, OMT) wird ein Programm des Eurosystems zum Ankauf von Staatsanleihen bezeichnet. Im Rahmen des OMT-Programms kann das Eurosystem Staatsanleihen bestimmter Euroländer in vorab nicht explizit begrenzter Höhe auf dem Sekundärmarkt ankaufen. Der EZB-Rat zielt mit diesem Programm darauf, einen angemessenen monetären Transmissionsprozess und die Einheitlichkeit der Geldpolitik sicherzustellen. Voraussetzung für den Ankauf von Staatsanleihen im Rahmen des OMT-Programms ist, dass der betreffende Staat sich Auflagen im Rahmen eines EFSF-/ESM-Programms unterwirft. Das OMT-Programm sieht vor, das durch die Wertpapierkäufe geschaffene Zentralbankgeld zu "sterilisieren", das heißt, dem Geldmarkt dieses Geld wieder zu entziehen. Das OMT-Programm soll eingestellt werden, wenn die damit verfolgten Ziele erreicht sind oder festgestellt wird, dass Anforderungen des Programms nicht eingehalten werden. Die Geldpolitischen Outright-Geschäfte haben im September 2012 das Programm für die Wertpapiermärkte (Securities Markets Programme, SMP) abgelöst.

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Quelle: reuters
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