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Teures Benzin und Hungerlöhne : Bangladeschs Tee-Sklaven wehren sich

Lohnerhöhung gefordert: Arbeiterinnen auf den Teeplantagen von Bangladesch streiken. Bild: Getty

Lange gilt Bangladesch als Musterland der Entwicklung - trotz aller Katastrophen. Auf die Weltkrisen aber ist Südasien nur schlecht vorbereitet.

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          In Bangladesch setzen sich die Armen und die Mittelschicht zur Wehr: Nach dem sprunghaften Anheben der Treibstoffpreise um bis zu 50 Prozent gehen die Menschen auf die Straße. Zugleich streiken die Arbeiter auf den Teeplantagen. Die Pflücker bekommen Hungerlöhne und haben bei einer Inflationsrate von mehr als 7 Prozent kein Auskommen. Die hohe Teuerungsrate ersticke die Menschen des südasiatischen Landes, warnen Menschenrechtler. Die anstehenden Wahlen heizen die Konflikte an. Bangladesch hat – nach Sri Lanka, Nepal und Pakistan – als vierter Staat Südasiens den Internationalen Währungsfonds (IWF) nun um Hilfe gebeten.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Die Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine und die Zinswende erhöhen auch in der rasch wachsenden südasiatischen Volkswirtschaft den Druck. Wie überall treffen die Preissteigerungen auch hier die Menschen mit geringen Einkommen am härtesten. Aufgrund der gestiegenen Ölpreise sah sich die Regierung in Dhaka gezwungen, den wie in ganz Asien stark subventionierten Benzinpreis anzuheben. Er wurde um 51,2 Prozent auf 130 Taka (1,31 Euro) pro Liter erhöht. Der Preis für Diesel stieg um 43 Prozent. Damit wird es über Nacht für Bauern fast unerschwinglich, Gemüse auf die Märkte zu fahren oder sich Saatgut liefern zu lassen.

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