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Verbraucherpreise : Teurere Lebensmittel erhöhen Inflationsrate

Für Essen mussten die Verbraucher 2,1 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Bild: dpa

Die Verbraucherpreise wurden noch schneller als erwartet teurer. Grund dafür: Höhere Preise für Lebensmittel. Für Essen mussten die Menschen 2,1 Prozent mehr zahlen.

          Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Juli mehr als erwartet beschleunigt, was an höheren Preisen für Lebensmittel lag. Die Inflationsrate stieg auf 1,7 Prozent nach 1,6 Prozent im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Für Energieprodukte betrug der Preisanstieg auf Jahressicht 2,4 Prozent. Für Essen mussten die Verbraucher 2,1 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Volkswirte sagen in den nächsten Monaten eine sinkende Inflationsrate voraus. Die KfW-Förderbank nannte die Juli-Zahlen „das letzte Aufbäumen der Inflation“. Bis Oktober dürfte die Teuerungsrate dann fallen, was vor allem am Effekt des Ölpreises liegt, der vor einem Jahr höher notierte als jetzt.

          Der Anstieg der Inflationsrate im Juli galt indes nur nach nationaler Berechnungsmethode. Der für EU-Zwecke harmonisierte Verbraucherpreisindex entwickelte sich schwächer und lag lediglich 1,1 Prozent im Plus. Das deutet auf eine weiter schwache Inflation im Euroraum hin. Dies dürfte die Europäische Zentralbank im September dazu bewegen, ihren Niedrigzinskurs zu verschärfen.

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