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TelDaFax : Der Streit geht weiter

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TelDaFax-Hauptsitz ohne Anschluss Bild: TelDaFax

Kürzlich sperrte die Deutsche Telekom dem Telefondienstleister TelDaFax den Netzzugang. Doch das Unternehmen gibt nicht auf.

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          Die finanziell angeschlagene Telefongesellschaft TelDaFax hat nach eigenen Angaben beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Telekom erwirkt. Darin werde dem ehemaligen Monopolisten aufgetragen, TelDaFax unverzüglich wieder mit dem Netz der Telekom zusammenzuschalten, teilte die Marburger Gesellschaft am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung mit.

          Die Telekom will gegen die von TelDaFax erwirkte Gerichtsanordnung zur Wiederzusammenschaltung der Netze vorgehen. Die TelDaFax-Aktie startete nach der Mitteilung deutlich fester in den Handel und legte am Vormittag in der Spitze um 80 Prozent auf 0,90 Euro zu.

          Bislang kein Eingang der Verfügung

          Ein TelDaFax-Sprecher sagte, das Unternehmen sei noch nicht wieder an das Netz der Telekom angeschaltet. Ein Termin dafür sei unverzüglich festzulegen. Er zeigte sich optimistisch, dass dies schnell geschehen werde. Weitere Informationen wollte der Sprecher unter Verweis auf eine Pressekonferenz um 12.00 Uhr in Marburg nicht bekannt geben.

          Ein Sprecher der Telekom erklärte, noch liege die einstweilige Verfügung, die TelDaFax nach eigenen Angaben beim Landgericht Köln gegen den ehemaligen Monopolisten erwirkt hat, nicht vor. „Wir würden mit aller Entschiedenheit juristisch dagegen vorgehen", sagte der Sprecher weiter.

          Sperrung seit Anfang April

          Anfang April hatte die Telekom dem Marburger Wettbewerber den Zugang zu seinem Netz gekappt, weil TelDaFax die ausstehenden Schulden von rund 90 Millionen Mark aus der Nutzung des Telekom-Netzes nicht beglichen hatte. TelDaFax hatte zuvor wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen nutzte Vermittlungsleistungen der Telekom, um über deren Netz eigene Dienstleistungen anzubieten.

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