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Technologischer Fortschritt : Die verschlafene Revolution

Die Corona Warn-App der Bundesregierung Bild: Lando Hass

In der Corona-Krise zeigt sich, wie wenig die Politik der Technik vertraut. Das ist ein Versäumnis.

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          Eine Pandemie bekämpft man nur mit dem Holzhammer. Appelle müssen Verboten weichen, Beschränkungen dem völligen Verzicht. Das leuchtet inzwischen vielen ein, und doch wäre es beruhigender, wenn sich die Politik nicht allein darauf verließe. Denn ein – völlig schmerzfreies – Mittel schöpft sie im Kampf gegen das Virus kaum aus: den guten alten Computer.

          Damit allein ist es natürlich nicht getan, gemeint ist ein hochleistungsfähiges Netzwerk, ausgestattet mit dynamischen digitalen Lösungen, intuitiv zu bedienen, die im laufenden Prozess ständig verbessert und erweitert werden. Sie vernetzen Gesundheitsämter, Labore, Ärzte und Corona-Infizierte. Sie verfolgen Infektionsketten auf Knopfdruck, analysieren Hotspots, verhängen und überwachen Quarantäne. Diese Lösungen gibt es längst. Eine zentrale Anwendung ist die digitale Plattform Sormas, die regelmäßig neue Funktionen bekommt, aber nur langsam Einzug in die Gesundheitsämter erhält. Und das, obwohl sie schon vor sechs Jahren entwickelt wurde: vom deutschen Helmholtz-Zentrum zur Bekämpfung der Ebola-Pandemie in Afrika.

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