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Technik : Wie arbeitet ein Scanner?

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Ein Scanner lichtet Dokumente von Papier ab. Zum Teil nutzt er dabei die gleiche Technik wie einen Digitalkamera.

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          Wenn Bilder und Texte, die es in Papierversion gibt, in digitalisierter Form in den Computer gelangen sollen, kommt der Scanner zum Einsatz. Mit ihm ist die Dateneingabe direkt von der Vorlage ähnlich wie beim Kopierer möglich. FAZ.NET erklärt, wie das Bild zu binärem Code wird.

          Das Vorgehen des Scanners ist folgendermaßen. Eine starke Lichtquelle strahlt das Dokument an. Dabei wird ein so genannter Scankopf über die Vorlage geführt, der sie Zeile für Zeile abtastet.

          Zentrales Phänomen: Reflektion

          Das Licht, das auf die Vorlage fällt, wird unterschiedlich stark reflektiert, je nachdem wie hell der Untergrund ist, auf den es fällt. Bei Schwarz-Weiß-Bildern und Texten führt die unterschiedliche Reflektionsstärke zu einer unterschiedlichen Lichtintensität: Hoch, wo es auf der Vorlage weiß ist, fast Null, wo Text oder Bild steht. Das reflektierte Licht fällt auf ein Spiegelsystem und wird zu einer Linse geleitet. Hier wird der Lichtstrahl gebündelt und auf einen lichtempfindlichen Halbleiter gerichtet. Dieser wandelt die Lichtintensität in Spannung um, die dann in digitale Daten gewandelt wird (siehe auch: Wie kommt das Bild auf den Chip?).

          Bei Farbscannern werden, wie bei einer Digitalkamera auch, drei Sensoren pro Bildpunkt eingesetzt, die jeweils hinter unterschiedlich farbigen Filtern liegen (siehe auch Warum der Drucker andere Farben benutzt als der Beamer).

          Daten weiter verarbeiten

          Um die Daten aus dem Scanner weiter zu verarbeiten, gibt es entweder Bildbearbeitungsprogramme wie beispielsweise Adobe Photoshop, aber auch OCR-Programme (OCR - Optical Charakter Recognition) für die Verarbeitung von Textteilen, die vom Scanner direkt von der Vorlage eingelesen werden.

          Um die Qualität eines Scanners beurteilen zu können, sind vor allem zwei Dinge wichtig. Wie hoch ist die Auflösung? Diese Größe beinhaltet die Anzahl der Punkte je Zoll und wird in dpi (dpi - dots per Inch) angegeben. Bei Flachbettscannern kann diese Größe zum Beispiel bei 240 dpi liegen. Die zweite Frage ist, wie viele Farben beziehungsweise Graustufen der Scanner unterscheiden kann. Ein möglicher Wert läge bei 256 Farben beziehungsweise Graustufen. Dabei ist jedoch immer zu bedenken, dass höhere Auflösungen und mehr Farben auch mehr Speicherplatz benötigen.

          Handscanner, Flachbettscanner und Trommelscanner

          Scanner sind als Handscanner (sie werden über die Vorlage gezogen) oder als Flachbettscanner (die Vorlage liegt auf einer Glasscheibe) im Angebot und auch im Einsatz verbreitet. Im professionellen Bereich werden hochleistungsfähige Trommelscanner eingesetzt, die im Anschaffungspreis entsprechend höher liegen.

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