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Tarifstreik : „Wir wollen ja mehr zahlen, aber wir haben finanzielle Einbußen“

  • -Aktualisiert am

Ulrich Mädge, SPD-Politiker, Lüneburger Oberbürgermeister und Verhandlungsführer der Kommunen für die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen Bild: dpa

Ulrich Mädge, der Lüneburger Oberbürgermeister, dampft Gehaltswünsche der Beschäftigten in Kitas, Krankenhäusern und Ämtern ein. Warum macht er das?

          3 Min.

          Seine Gegner streiken – und Ulrich Mädge kann nichts dagegen tun. Wenn eines im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst sicher erscheint, dann sind das die Arbeitsniederlegungen in kommunalen Kitas, Ämtern und Betrieben. Dass es zu den Streiks kommen wird, war dem 70 Jahre alten Mädge schon klar, als er sich im März vor einem Jahr zum Präsidenten der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) wählen ließ. Jetzt steht der Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg als Verhandlungsführer der Kommunen in der laufenden Tarifrunde im Fokus sowohl der Mitarbeiter als auch der Öffentlichkeit und muss die Gehaltswünsche der 2,4 Millionen Tarifbeschäftigten in den kommunalen Ämtern und Betrieben eindampfen.

          Jan Hauser
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dass nicht so viel zu verteilen ist, wie manche denken, macht er schon klar. „Wir werden an der einen oder anderen Stelle die Löhne erhöhen – wir diskutieren derzeit, was in der Pflege möglich ist – aber nicht in der Höhe, die die Gewerkschaften jetzt aufrufen. Das ist völlig illusorisch“, sagt Mädge im Gespräch mit der F.A.Z. über die Streiks.

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