https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/tarifrunde-im-oeffentlichen-dienst-gefaehrdet-neue-grundrente-17014996.html

Überlastung : Tarifrunde im öffentlichen Dienst gefährdet neue Grundrente

Die Angestellten des öffentlichen Dienstes fordern mehr Geld. Bild: dpa

Die öffentlichen Arbeitgeber bieten Verdi an, den Zugang zu Altersteilzeit länger offen zu halten. Der Rentenversicherung droht dadurch aber ernste Personalnot – obwohl sie mit der Umsetzung der Grundrente ohnehin schon überlastet ist.

          1 Min.

          Der angestrebte Tarifabschluss im öffentlichen Dienst bringt die Umsetzung der im Juli beschlossenen neuen Grundrente für Geringverdiener in Gefahr. Wie die F.A.Z. aus Kreisen der Rentenversicherung erfuhr, herrschte dort am Donnerstag regelrecht Entsetzen über eine Passage im jüngsten Tarifangebot der öffentlichen Arbeitgeber an die Gewerkschaft Verdi: Dieses sieht neben dem eigentlichen Lohnangebot unter anderem vor, die Tarifregelungen für Altersteilzeit zu verlängern und den Zugang älterer Beschäftigter zu einem vorgezogenen Ruhestand bis Oktober 2023 offenzuhalten. Dies träfe in der Folge auch die Rentenversicherung als Arbeitgeber – in Form einer unerwarteten Personalnot.

          Allein die Rentenversicherung Bund, die für knapp zwei Fünftel aller Rentner zuständig ist, müsse dann ungeplant bis zu 420 ältere Beschäftigte in den vorgezogenen Ruhestand ziehen lassen, hieß es. Sie benötigt derzeit aber alle verfügbaren Kräfte, um für mehrere Millionen Rentner zu prüfen, ob diese die komplizierten Voraussetzungen der Grundrente erfüllen. Im Juni hatte die Rentenversicherung Bund angekündigt, dass sie allein dafür mehr als 1000 neue Sachbearbeiter akquirieren müsse.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nach der Asow-Kapitulation : In Putins Fängen

          Die letzten Verteidiger von Mariupol haben sich ergeben. Daraus kann Putin einen Propagandasieg über die „Nazis“ machen. Es zeigt sich, was passiert, wenn man der „Emma“-Losung folgt, der Ukraine keine schweren Waffen zu geben.
          Marty Flanagan, 61, ist Vorstandsvorsitzender der US-Fondsgesellschaft Invesco. Sie  legt  für ihre Kunden 1,5 Billionen Dollar an.

          Fehler bei der Anlage : „Das vernichtet Ihr Vermögen“

          Marty Flanagan, Chef der Fondsgesellschaft Invesco, spricht im Interview über die Turbulenzen an der Börse, ärgerliche Anlagefehler und die Schwächen von ETF.
          Glänzende Aussichten: Im dritten Anlauf kann RB Leipzig seinen Fans zum ersten Mal den Pokal präsentieren – ein Erfolg, der auch eine Leerstelle in der deutschen Fußballlandschaft füllt.

          Berliner Pokalfinale : Wir gegen Die

          Moralisierung, Abgrenzung und für manchen sogar „Hass“: Nach dem Leipziger Pokal-Triumph gegen Freiburg sind die Gräben im deutschen Fußball noch ein bisschen tiefer.
          Kapitalanalge
          Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
          Sprachkurse
          Lernen Sie Englisch
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Zertifikate
          Ihre Weiterbildung im Projektmanagement