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Finanzierung der Islamisten : Die Taliban und das Geld

Die Taliban an der Macht, hier in Kandahar Bild: EPA

Die Taliban haben die Wirtschaft für sich entdeckt. Auch das hat die radikalen Islamisten stark gemacht. Afghanistan können sie so aber nicht versorgen.

          4 Min.

          Dass die Taliban Afghanistan innerhalb weniger Wochen überrennen konnten, liegt nicht nur an ihrer militärischen Stärke und dem Ruf von Erbarmungslosigkeit, der ihnen vorauseilt. Es liegt auch am schnöden Geld. Und vielleicht an Mullah Yaqoob, der es den Taliban wohl besorgt hat.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Vieles ist unsicher, genaue Informationen über die Taliban sind im Westen schwer zu bekommen. Die wesentlichen Quellen über die wirtschaftlichen Verhältnisse der Taliban sind ein öffentlicher Bericht der Vereinten Nationen, der sich nicht zuletzt aus westlichen Geheimdienst-Informationen speist, und ein geheimer Bericht an die Nato, dessen zentrale Aussagen öffentlich geworden sind. In diesem Bericht wurde schon im Herbst des vergangenen Jahres gewarnt, die wachsende Finanzkraft der Taliban mache sie gefährlicher. Sie seien inzwischen finanziell unabhängig, selbst ohne Unterstützung ausländischer Bürger und Regierungen hätten sie jetzt genug Geld. Und das war offenbar nicht zuletzt das Werk von Mullah Yaqoob.

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