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Vorwürfe gegen China : Taiwan kauft BioNTech-Impfstoff für 300 Millionen Euro

  • Aktualisiert am

Hier wird der Covid-19 Impfstoff von BioNTech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze gezogen. Bild: dpa

Die taiwanischen Unternehmen Foxconn und TSMC erwerben zehn Millionen Dosen BioNTech-Impfstoff. Die Impfdosen sollen direkt aus Deutschland geliefert werden.

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          Taiwan hat sich nach langen Verhandlungen zehn Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs von BioNTech gesichert. Die taiwanischen Unternehmen Foxconn und TSMC einigten sich am Montag auf einen Kaufvertrag im Wert von knapp 300 Millionen Euro. Eine Vereinbarung war zuvor stark politisiert worden. Die taiwanische Regierung hatte über Monate versucht, den Impfstoff von Biontech direkt zu kaufen. Sie hatte China vorgeworfen, dass eine Vereinbarung, die schon zu Jahresbeginn unterzeichnet werden sollte, auf Druck der Volksrepublik scheiterte. China, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet, hatte das zurückgewiesen.

          Angesichts des öffentlichen Drucks wegen der schleppenden Impfkampagne auf der Insel erlaubte die taiwanische Regierung dem Foxconn-Gründer Terry Gou sowie dem Halbleiterhersteller TSMC, in ihrem Namen zu verhandeln. Sie einigten sich nun auf einen Vertrag mit dem chinesischen Biontech-Partner Fosun Pharma. Taiwan hatte nur mit Biontech direkt verhandeln wollen und erklärt, Impfstoffen aus China nicht zu vertrauen.

          Fosun Pharma hatte im Frühjahr 2020 mit Biontech eine Lizenzvereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung des Vakzins des deutschen Unternehmens in China, Hongkong, Macau und Taiwan geschlossen. Die zehn Millionen Impfdosen sollen nach Angaben der Apple-Zulieferer Foxconn und TSMC direkt von Deutschland nach Taiwan geliefert werden.

          Die ersten Impfdosen würden allerdings nicht vor Ende September erwartet. Die Impfdosen, von denen Gou zufolge jeweils fünf Millionen von Foxconn und TSMC gekauft werden, sollen Taiwan gespendet werden. „Biontech ist erfreut, auch die Menschen in Taiwan mit Impfstoffen, die in der Europäischen Union hergestellt wurden, beliefern zu können“, sagte Vorstandschef Ugur Sahin.

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