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Regulierung : Tabakwerbung verschwindet schrittweise

  • -Aktualisiert am

Werbeplakat für die E-Zigarettenmarke my BLU ( elektronische Zigaretten ) an der Lenaustrasse in Düsseldorf-Mörsenbroich Bild: Picture-Alliance

Deutschland ist das einzige EU-Land, in dem noch auf Plakaten und im Kino für Zigaretten geworben werden darf. In den kommenden Jahren wird sich das ändern.

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          Nach Jahren teils erbitterter Diskussionen hat der Bundestag den Spielraum für Tabakwerbung weiter eingeschränkt. Vom kommenden Jahr an soll im Kino keine Tabakwerbung mehr erlaubt sein, wenn der Film für Jugendliche unter 18 Jahren freigegeben ist. Auch soll es nicht mehr möglich sein, dass Zigarettenhersteller kostenlose Proben in Clubs oder Bars verteilen. Außerhalb von Fachgeschäften ist diese Form der Werbung künftig nicht mehr erlaubt. Vom Jahr 2022 an ist dann auch die klassische Zigarettenwerbung auf Plakaten im öffentlichen Raum untersagt. Für Tabakerhitzer greift das Außenwerbeverbot 2023, ein Jahr später wird auch die Außenwerbung für E-Zigaretten verboten.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Der Umgang mit den E-Zigaretten war einer der umstrittensten Punkte in dem Gesetz, verspricht dieser Markt doch die höchsten Wachstumsraten. Die Hersteller sowohl von herkömmlichen Zigaretten als auch von E-Zigaretten argumentieren, dass es sich um legale Produkte handelt, ein Werbeverbot deshalb unverständlich sei. Diese Linie vertrat auch der frühere CDU-Fraktionschef Volker Kauder. Er hatte das Gesetz lange Zeit blockiert, gegen den Willen der Gesundheitspolitiker aus seiner Fraktion und auch gegen den Willen von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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