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Tabaksteuer : Zigarettenindustrie verteidigt anstehende Preiserhöhung

  • Aktualisiert am

Nächste Steuerrunde kommt zum 1. Dezember Bild: dpa

Der Verband der Cigarettenindustrie hat die für Dezember geplante Preiserhöhung für Zigaretten verteidigt. Bei einem Aufschlag von 30 Cent pro Packung entfielen fast 27 Cent auf die nächste Stufe der Tabaksteuererhöhung.

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          Der Verband der Cigarettenindustrie (VdC) hat die laut einem Zeitungsbericht für Dezember geplante Preiserhöhung für Zigaretten als „gebotene Maßnahme“ verteidigt. Bei einem Aufschlag von 30 Cent pro Packung entfielen bei einer 19-Stück-Schachtel fast 27 Cent auf die nächste Stufe der Tabaksteuererhöhung sowie die Mehrwertsteuer, sagte VdC-Geschäftsführer Ernst Brückner am Dientag.

          Den Umfang der geplanten Preiserhöhung, den die „Bild"-Zeitung mit 30 Cent pro Packung beziffert hatte, bezeichnete er als „realistisch“. Den Angaben zufolge würde beispielsweise eine Schachtel mit 19 Zigaretten der Marke „Malboro“ am Kiosk dann 3,90 Euro statt derzeit 3,60 Euro kosten. Für die Automatenpackung wären vier Euro fällig - für lediglich 20 statt wie bisher 22 Glimmstängel.

          Zigarettenindustrie erwartet Absatzminus

          Angesichts der Steuererhöhungen rechne die Branche in diesem Jahr mit einem weiteren Absatzminus von mindestens zehn Prozent, sagte Brückner: „Die Steuerschraube ist deutlich überdreht. „

          Die Verbraucher wichen zunehmend auf „billigere Alternativprodukte“ wie Eigenmarken der Handelsketten, weniger besteuerten Feinschnitt, sogenannte Sticks oder Schmuggelware aus, sagte Brückner weiter. Deshalb sei trotz der Tabaksteuererhöhung in diesem Jahr auch nicht mit höheren Steuereinnahmen zu rechnen.

          Bei der jüngsten Steuererhöhung zum 1. März waren die Preise um 40 Cent pro Schachtel gestiegen. Die nächste Steuerrunde ist zum 1. Dezember fällig; am 1. September 2005 werden dann noch einmal 1,2 Cent Steuer pro Zigarette aufgeschlagen. Die Mehreinnahmen sind für die Gesundheitsreform und versicherungsfremde Leistungen der Krankenkassen eingeplant.

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