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Tabakindustrie : Der deutsche Zigarettenmarkt

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          Der deutsche Zigarettenmarkt ist fest in der Hand von drei großen Konzernen. Unangefochtener Marktführer ist Philip Morris. Stärkstes Zugpferd des US-Konzerns ist die Marke Marlboro. Aber auch die alte DDR-Marke f6 hat viele Fans. Um Platz zwei streiten sich seit Jahren British American Tobacco (BAT) und Reemtsma, im vergangenen Jahr hatten die Deutschen das Nachsehen und landeten auf Platz drei.

          In Deutschland wurden 2001 Tabakwaren für 21,6 Milliarden Euro verkauft. Das entspricht rund 175 Milliarden Zigaretten. Dabei war ein deutlicher Trend zugunsten von Billigprodukten - also Feinschnitt zum Selberdrehen und fertige Feinschnittrollen - auszumachen. Fast jede dritte in Deutschland gerauchte Zigarette kam im vergangenen Jahr aus dem unteren Preissegment, errechnete die BAT.

          Weltmarktführer Philip Morris

          Weltmarkt-Führer Philip Morris vereint unter seinem internationalen Konzerndach nicht nur über 70 Zigarettenmarken, sondern auch bekannte Unternehmen wie die Miller Brauerei oder Kraft mit Marken wie Milka Schokolade, Jacobs Krönung oder Philadelphia Frischkäse. Mit einem Anteil von rund 40 Prozent am deutschen Tabakmarkt lassen die Amerikaner mit ihrem Tochterunternehmen f6 die Konkurrenz weit hinter sich.
          Die BAT verkaufte BAT im vergangenen Jahr in Deutschland nach eigenen Angaben 32,1 Milliarden Zigaretten.

          Das entspricht einem Marktanteil von rund 23 Prozent. Nach der Fusion mit Rothmans International 1999 avancierte die British American Tobacco mit Marken wie Lucky Strike, HB und Gauloises Blondes auch zum zweitgrößten Zigarettenhersteller weltweit.
          Reemtsma mit der Hauptmarke West ist nach eigenen Angaben Nummer vier weltweit. Mit seinen rund 11.500 Mitarbeitern, davon zwei Drittel außerhalb Deutschlands, erwirtschaftete der Konzern nach letzten verfügbaren Zahlen im Jahr 2000 weltweit einen Umsatz von über 2,5 Milliarden Euro.

          Rund 75 Prozent setzte das Unternehmen dabei außerhalb Deutschlands ab, insbesondere in Westeuropa, Zentral- und Osteuropa sowie Asien. Weit abgeschlagen tummeln sich in Deutschland mit Anteilen unter fünf Prozent außerden JT International mit Marken wie Camel und Winston, Austria Tabak mit Nil und Landewyck mit Ducal.

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