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Systems : Spiegel der IT-Branche

  • Aktualisiert am

Blick in die Zukunft der IT-Branche Bild: dpa

Trotz Ausstellerrückgang erhofft sich die IT-Branche von der am Montag beginnenden Messe Systems einen Stimmungswandel.

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          Ein „positives Signal“ wünscht sich die Branche von der Münchner IT-Messe Systems. Die Umsätze schrumpfen in diesem Jahr zum ersten Mal in der Geschichte des Wirtschaftszweigs. Dass in dieser Situation der Rotstift oftmals zuerst beim Marketing angesetzt wird, spürt die Systems deutlich. Die Zahl der Aussteller ist in diesem Jahr wegen der Krise nochmals deutlich eingebrochen.

          Die zweitgrößte Computermesse nach der CeBIT in Hannover wird am Montag eröffnet und dauert bis Freitag. Im vergangenen Jahr kamen rund 120.000 Besucher zur Systems. Im Gegensatz zu Deutschland wird die Branche einer neuen Studie zufolge in diesem Jahr in anderen Ländern noch leicht wachsen.

          Weltweit wächst IT-Branche noch immer

          Für Westeuropa rechnet das Marktforschungsinstitut European Information Technology Observatory (EITO) mit einem Umsatzwachstum von 1,1 Prozent auf 641 Milliarden Euro. Weltweit prognostiziert die neue Studie einen Zuwachs von 3,2 Prozent für die Computer- und Telekommunikationsindustrie. In Deutschland erwartet der Branchenverband Bitkom hingegen nach jahrelangen Zuwächsen erstmals einen Rückgang des Umsatzes um 1,3 Prozent.

          Die Systems bekommt die schlechte Stimmung in diesem Jahr deutlich zu spüren. „Die Messe ist ein Spiegel der Branche“, sagte Klaus Dittrich von der Geschäftsleitung der Messe München. Nach 2165 Unternehmen im vergangenen Jahr präsentieren diesmal nur noch 1600 Firmen ihre Neuheiten. Allein mehr als 200 Firmen, die sich auf Software für Geschäfte im Internet spezialisiert haben, sagten ihren Auftritt auf der Systems ab. Schon im Jahr 2001 war sowohl die Zahl der Aussteller als auch die der Besucher eingebrochen.

          Neues zu UMTS

          Zu den Schwerpunkten der Messe gehören in diesem Jahr Technologien zur drahtlosen Datenübertragung und Angebote für den künftigen Mobilfunkstandard UMTS. Am Dienstag kommen zum ersten Mal seit der jüngsten Krise der UMTS-Branche Netzbetreiber, Service Provider, IT-Hersteller, Inhaltelieferanten und Poliker zur Diskussion an einen Tisch zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei die nach dem Ausstieg von Quam und Mobilcom vier verbliebenen Netzbetreiber, die ihre Strategien für den Aufbau der UMTS-Netze in Deutschland vorstellen wollen.

          Außerdem sollen zum ersten Mal in Deutschland die UMTS-Handys präsentiert werden. Die Geräte sollen über die neuesten Möglichkeiten wie eingebaute Kameras verfügen und sowohl im herkömmlichen GSM-Netz als auch im UMTS-Netz einsetzbar sein.

          Neben UMTS spielen die Bereiche IT-Sicherheit, E-Government und Wissensmanagement eine besondere Rolle auf der diesjährigen Systems.

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