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Viel Applaus, wenig Geld : Wer ist „systemrelevant“?

Ärzte und Pflegepersonal besprechen sich in der zentralen Notaufnahme des Uniklinikums Essen. Bild: dpa

Die Corona-Krise füllt einen alten Begriff mit neuem Leben: „Systemrelevant“ sind auf einmal nicht mehr Banken, sondern Berufe. Die, die Leben retten und uns versorgen. Wie sollte sich das in den Löhnen widerspiegeln?

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          2020 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem Politik und Wirtschaft zugeben mussten, dass Berufe, die seit Jahren für Personalmangel, geringe Wertschätzung, unbezahlte Überstunden und vergleichsweise niedrige Bruttolöhne bekannt waren, systemrelevant sind.“ Dieses Zitat stammt aus einem Leserbrief an den „Münchner Merkur“. Seit einigen Tagen kursiert es in den sozialen Medien neben vielen anderen Posts mit dem Hashtag #systemrelevant, allesamt mit dem gleichen Tenor: Jetzt, in der Corona-Krise zeige sich, welche Berufe die Gesellschaft am Laufen und am Leben halten. Nicht nur im Internet ist plötzlich viel Solidarität mit Krankenpflegern, Erziehern und Kassierern zu beobachten. In zahlreichen Städten verabreden sich die Menschen in diesen Tagen auf ihren Balkonen, um diesen Berufsgruppen mit Applaus Anerkennung zu zollen.

          Jessica von Blazekovic

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Nadine Bös

          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Das Wort „systemrelevant“ kennen wir noch aus der letzten großen Krise. Damals ging es um notleidende Banken. Nun ist wieder Krise, diesmal geht es aber um etwas anderes: um Berufe und um die Fragen: Welche von ihnen sind unverzichtbar – und wie sollte sich das in den Löhnen widerspiegeln?

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