https://www.faz.net/-gqe-2ev5

Südkorea : Drama um Daewoo spitzt sich zu

  • Aktualisiert am

Trotz des drohenden Bankrotts demonstrieren die Daewoo-Mitarbeiter gegen die Reformpläne. Bild:

Immer heikler wird die Lage für Daewoo Motor. Im schlimmsten Fall droht dem südkoreanischen Autobauer in den nächsten Tagen der Bankrott.

          1 Min.

          Für Daewoo Motor wird es langsam eng. Nachdem die Banken den zähen Reformprozess offenbar leid sind, drohen sie dem drittgrößten südkoreanischen Autobauer mit der Nichtverlängerung von Krediten. Da das Unternehmen in den nächsten Tagen aber Schulden von 155 Millionen Dollar bedienen muss, würde es ohne neue Kreditlinien in den Bankrott getrieben.

          Für Um Nak-yong, Präsident der Korea Development Bank und gleichzeitig größter Daewoo-Gläubiger steht jedenfalls fest, dass die Banken bei anhaltend hartnäckigen Widerständen der Gewerkschaften gegen das Restrukturierungsvorhaben keine weiteren Finanzmittel mehr zur Verfügung stellen können. Sollte es tatsächlich zum Bankrott von Daewoo kommen, dürfte dies die ohnehin schwierigen Verkaufsverhandlungen mit General Motors noch komplizierter machen.

          Dies sieht offenbar auch Finanz- und Wirtschaftsminister Jin Nyum so. In einem Fernseh-Interview drohte er: Wenn das Management von Daewoo Motors und die Gewerkschaften keinen geeigneten Restrukturierungsplan ausarbeiten können, werden die Verhandlungen mit General Motors belastet werden. Gehen diese Verhandlungen aber schief, kann das Unternehmen nicht überleben."

          Zur Erinnerung: Im Vorjahr erwirtschaftete Daewoo Motor bei einem Umsatz von fünf Milliarden Dollar einen Verlust von 3,9 Milliarden Dollar.

          Weitere Themen

          Ein fatales Signal

          Kommentar : Ein fatales Signal

          Der Autozulieferer Continental zeichnet ein düsteres Bild für die Branche. Die Krise dürfte schwerer werden und länger dauern, als viele Manager derzeit noch hoffen.

          Topmeldungen

          AKKs Schutzzonen-Vorstoß : Befreiungsschlag oder Sargnagel

          Kramp-Karrenbauers Vorstoß zur Errichtung einer Schutzzone in Syrien entspricht der Forderung, Deutschland solle mehr Verantwortung in der Weltpolitik übernehmen. Doch schon der Außenminister zieht das Verspotten vor.

          Trump und die Demokraten : Loben, um zu tadeln

          Die Demokraten seien zwar eine „lausige“ Partei, aber immerhin hielten sie zusammen, sagt der amerikanische Präsident. Mit seiner Bemerkung zielt Trump auf die eigenen Republikaner.
          Libra: Facebooks angekündigte Kryptowährung

          Libra : Das Scheitern der Facebook-Währung

          Facebook will die Digitalwährung Libra einführen. Immer mehr Unterstützer springen ab. Ist die Idee zu verrückt für diese Welt?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.