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Erstmals seit 2009 : Südafrika rutscht überraschend in die Rezession

  • Aktualisiert am

Auf einem Weingut in der südafrikanischen Provinz Westkap bringen Arbeiter die reifen Weintrauben an den Rand des Weinbergs. Bild: dpa

Ökonomen waren eigentlich von einem leichten Wirtschaftswachstum ausgegangen. Verantwortlich für den Rückgang ist wohl die gesunkene Produktion in der Landwirtschaft.

          Südafrika ist im Frühjahr überraschend in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im zweiten Jahresviertel auf das Jahr hochgerechnet um 0,7 Prozent zum Vorquartal geschrumpft, teilte die in Pretoria ansässige Statistikbehörde am Dienstag mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Wachstum um 0,6 Prozent gerechnet. Bereits im ersten Quartal war die Wirtschaft um 2,6 Prozent geschrumpft. Damit rutscht Südafrika erstmals seit dem Jahr 2009 in eine Rezession.

          Verantwortlich für den Rückgang war vor allem die gesunkene Produktion in der Landwirtschaft. Sie brach auf das Jahr hochgerechnet um 29,2 Prozent ein. Auch die Konsumausgaben schwächelten. Der neue Präsident Cyril Ramaphosa hatte nach seinem Amtsantritt im Dezember zunächst für Optimismus in der Wirtschaft gesorgt. Er ersetzte damals den unter Korruptionsverdacht stehenden Jacob Zuma.

          Die Zuversicht ist laut Ökonomen rasch wieder verschwunden, da strukturelle Reformen nicht schnell genug umgesetzt worden seien. Belastet wurde die Stimmung auch durch die Sorgen wegen eines drohenden Handelskriegs und die kritischere Haltung der Finanzmärkte gegenüber Schwellenländern. Die Krisen in der Türkei und Argentinien wirkten sich auch auf Südafrika aus. Zudem gefährden die des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ausgelösten Handelsstreitigkeiten den Entwicklungsprozess des Rohstoffexporteurs Südafrika.

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