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Stuttgart 21 : Grüne Weichenstellung

  • -Aktualisiert am

Das Tauziehen um „Stuttgart 21“ geht in eine neue Runde: Am Freitag soll wieder verhandelt werden. Zwar spricht vieles gegen das Projekt, aber noch mehr spricht dafür.

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          Die deutsche Energiewende und der Kampf um den Kopfbahnhof „Stuttgart 21“ haben eins gemeinsam. Der Erhalt der sicheren, gewohnten Umwelt ist in unserer alternden Wohlstandsgesellschaft offenkundig wichtiger als das Streben nach wirtschaftlichem Wachstum und technischer Entwicklung.

          Im ehemals ökonomischen – und unter grüner Führung nun auch ökologischen – Vorzeigeland Baden-Württemberg wird über mehr als die Verlagerung eines Bahnhofs unter die Erde entschieden. Zwar spricht vieles gegen das Projekt „Stuttgart 21“: hohe Kosten, lange Bauzeit und heftige Proteste. Aber mehr spricht dafür: jahrelange politische Entscheidungsfindung aller Parlamente und Gremien, gültige Verträge des Bauherrn Deutsche Bahn und die Mediation, die nach einem positiven Stresstest den Bau des Bahnhofs vorsieht. Große Verkehrsinfrastrukturprojekte sind regelmäßig ein Motor für das Wachstum ganzer Wirtschaftsräume, wie man am Ausbau des Frankfurter Flughafens sieht.

          In Stuttgart wird sich zeigen, ob in einer politisch grün-roten Gesellschaft der Glaube an Fortschritt und Entwicklung noch stärker ist als der Wunsch, das Gewohnte zu sichern.

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