https://www.faz.net/-gqe-71a1e

Studie : Arbeitsplatzsicherheit wird wichtiger

Auch die bestbezahlten Mitarbeiter legen großen Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz Bild: AP

Ein sicherer Arbeitsplatz und ein hohes Gehalt - das ist Arbeitnehmern weltweit laut einer neuen Studie besonders wichtig. Dabei haben sich die Prioritäten sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich verändert.

          In Krisenzeiten achten Arbeitnehmer in erster Linie darauf, dass ihr Arbeitsplatz möglichst sicher und ihr Gehalt möglichst hoch ist. Das hat eine Umfrage der Unternehmensberatung Towers Watson unter 32000 Arbeitnehmern auf der Welt ergeben. Demnach haben sich die Prioritäten der Beschäftigten in den vergangenen zwei Jahren deutlich verschoben.

          Bilderstrecke
          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Standen bei der Vorgängerumfrage 2010 noch eine herausfordernde Arbeit und ein bequem zu erreichender Arbeitsplatz an oberster Stelle der Wunschliste, achten die Mitarbeiter heute vor allem auf die Sicherheit des Arbeitplatzes und das Grundgehalt, wenn sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden. Für überraschend hielten es die Berater, dass auch im Kreis der besten 10 Prozent der Mitarbeiter solche „harten Fakten“ eine wichtige Rolle spielen, obwohl diese „Top-Performer“ im Zweifelsfall schnell eine andere Stelle finden würden. „Viele Arbeitgeber schätzen ihre Mitarbeiter in dieser Hinsicht falsch ein“, sagt Studienautorin Heike Ballhausen.

          Insgesamt sind nach der Einteilung von Towers Watson 29 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland mit vollem Elan bei der Sache. Im internationalen Durchschnitt sind es 35 Prozent; vor allem Nordamerikaner und Asiaten treiben den Schnitt nach oben. Zu der Gruppe „Engagiert, aber ausgebremst“, zählen in Deutschland 23 Prozent der Befragten, Dienst nach Vorschrift machen 22 Prozent und die restlichen 26 Prozent sind „richtig frustiert“, wie Ballhausen es nennt. Vergleichszahlen aus 2010 gibt es dazu nicht, weil die Berater das Modell zwischenzeitlich geändert haben. Frauen seien tendenziell deutlich engagierter als ihre männlichen Kollegen – und blieben ihrem Arbeitgeber im Schnitt auch deutlich länger treu. Lob äußerten die Berater für Familienunternehmen, die seit einiger Zeit flexibler als früher auf die Wünsche der Mitarbeiter eingingen.

          Weitere Themen

          Entsteht hier ein neuer Super-Autokonzern?

          Renault und Fiat-Chrysler : Entsteht hier ein neuer Super-Autokonzern?

          Renault und Fiat-Chrysler wollen im Kampf um den Automarkt der Zukunft nicht zurückbleiben. Welche Rolle Nissan dabei spielt ist noch unklar. Französische Medien aber sprechen schon von dem „größten Autokonzern der Welt“.

          60 Satelliten auf einmal ins All Video-Seite öffnen

          Internet 2.0 von SpaceX : 60 Satelliten auf einmal ins All

          Die erdnahen Trabanten stellen die erste Stufe eines geplanten Netzwerks des Internetdiensts Starlink dar, das Hochgeschwindigkeits-Internet für zahlende Kunden auf der ganzen Welt zur Verfügung stellen soll. Starlink ist ein Projekt des Unternehmers Elon Musk.

          Topmeldungen

          Kandidatenfeld wächst auf acht : Wer folgt auf May?

          Acht amtierende oder ehemalige Minister aus dem Kabinett der scheidenden Premierministerin haben bislang bekundet, Theresa May beerben zu wollen. Favorit ist Boris Johnson. Es gibt allerdings auch schon prominente Absagen.
          Inakzeptable Gedankenspiele: Heinz-Christian Strache bei seinem Video-Statement.

          Ibiza-Affäre : Aufnahme läuft

          Zur Herkunft des Ibiza-Videos bringt das ZDF wieder das „Zentrum für politische Schönheit“ ins Spiel. Die Aktivistengruppe dementiert. Als Drahtzieher der für die FPÖ-Politiker Strache und Gudenus aufgestellten Video-Falle hat sich der Anwalt Ramin M. eindeutig bekannt.
          Lewis Hamilton gewinnt das Rennen in Monte Carlo und denkt dabei an den verstorbenen Niki Lauda.

          Formel 1 in Monaco : „Das war das härteste Rennen meines Lebens“

          Der Grand Prix von Monaco ist ein grandioses Rennen. Lewis Hamilton siegt und denkt dabei an den verstorbenen Niki Lauda. Sebastian Vettel profitiert von einer Strafe. Und beim anderen Ferrari-Piloten gibt es großen Frust.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.