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Netzbetreiber bestätigen : EEG-Umlage wird leicht sinken

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6,792 Cent pro Kilowattstunde zahlen die Verbraucher im kommenden Jahr für die EEG-Umlage. Bild: dpa

Die Kosten für Ökostrom für die Verbraucher bleiben im kommenden Jahr nahezu stabil, haben die Netzbetreiber heute bestätigt. Das liegt auch daran, dass er an der Börse mehr Geld einbringt.

          Die Umlage zur Förderung des Ökostroms (EEG-Umlage) fällt im kommenden Jahr etwas geringer aus. 2018 betrage sie 6,792 Cent je Kilowattstunde nach zuletzt 6,88 Cent, teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW am Montag mit. Das ist ein Rückgang um 1,3 Prozent. Damit bestätigen die Netzbetreiber, was FAZ.NET schon in der vergangenen Woche berichtet hatte.

          Die Umlage sinkt erst zum zweiten Mal seit der Einführung im Jahr 1998. Der Rückgang ist allerdings so gering, dass sich Haushaltskunden kaum Hoffnungen auf fallende Strompreise machen können. Die Umlage macht gut ein Fünftel des Tarifs für Haushaltskunden aus.

          Bei den Berechnungen der Netzbetreiber, die Mitte Oktober die Umlage für das nächste Jahr festlegen, haben zwei Komponenten eine dämpfende Rolle gespielt. Zum einen ist dies der höhere Preis für Elektrizität an der Strombörse. Da der Ökostrom teurer verkauft wird, sinkt sein Finanzierungsbedarf. Die Differenz zur garantierten Förderung schrumpft, die Umlage und ihre Zahler werden weniger beansprucht. Auch hat sich auf dem Konto für die Abrechnung der Umlage ein Polster von mehr als drei Milliarden Euro gebildet.

          Anderseits gehen auch im nächsten Jahr neue Photovoltaik- und Windkraftwerke in Betrieb. Darunter sind wieder viele auf hoher See, die eine besonders hohe anfängliche Förderung genießen. Die erwarteten zusätzlichen Ausgaben werden nach Einschätzung der Fachleute die erhofften Minderungen fast ausgleichen, weshalb sie nur eine kleine Absenkung der EEG-Umlage vorsehen.

          Die Umlage ist seit langem ein Politikum. Alle Parteien und viele Lobbygruppen haben Pläne, sie zu senken. Zur Gegenfinanzierung werden viele Vorschläge gemacht: Sie reichen von der Steuerfinanzierung etwa für neue Anlagen über die Auslagerung der zugesagten Förderung in dreistelliger Milliardenhöhe in einen schuldenfinanzierten Fonds bis hin zur Kostenbeteiligung anderer Wirtschaftssektoren. So könnten die Autofahrer zur Finanzierung herangezogen werden, sollen sie doch künftig auf Basis von Ökostrom fahren.

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