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Rekordtarife : Günstiger Strom geht

Der Zähler läuft: Die Kosten für Erdgas und Strom sind zuletzt deutlich gestiegen. Bild: dpa

Die Abschaffung der EEG-Umlage reicht nicht aus. Wenn der Staat es ernst meint, muss er alle Belastungen senken.

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          Die Energiepreise laufen aus dem Ruder – und schuld daran sind immer die anderen: die russischen Lieferanten, die energiehungrigen Asiaten und vor allem die bösen teuren fossilen Brennstoffe.

          Vergessen sollten wir dabei nicht, dass deren Tarifanstieg politisch gewollt ist, damit gewerbliche und private Verbraucher auf grüne Alternativen umsteigen, vor allem auf Ökostrom. Da ist es ziemlich widersinnig, dass der Strompreis ausgerechnet durch die EEG-Umlage in die Höhe getrieben wird. Sie abzuschaffen ist überfällig, bringt aber wenig und hilft jenen energieintensiven Betrieben nichts, die von der Umlage befreit sind.

          Wenn der Staat es ernst meint, muss er alle Belastungen senken, etwa die Strom- oder die Mehrwertsteuer: Von den 41 Prozent Abgaben im Haushaltsstrompreis macht die EEG-Umlage nur 11 Punkte aus. Zahlte man den reinen Strompreis und die Netzentgelte, reichten 21 Cent je Kilowattstunde. Damit könnten Privathaushalte leben. Sie wären auch nicht gezwungen, sich mit windigen Billiganbietern einzulassen, die jetzt pleitegehen und ihre Kunden im Regen stehen lassen.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

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