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Strompreis : Altmaier kündigt deutliche Senkung der EEG-Umlage an

  • Aktualisiert am

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Bild: Reuters

Die Ökostrom-Umlage wird nach Angaben des Bundeswirtschaftsministers Anfang 2022 um bis zu einem Drittel sinken. Damit Strom bezahlbar bleibe, müsse sie komplett abgeschafft werden, fordert Altmaier.

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          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat eine deutliche Senkung der EEG-Umlage angekündigt. „Ich gehe davon aus, dass die EEG-Umlage ab 1. Januar um bis zu ein Drittel deutlich sinken wird“, sagte Altmaier der Düsseldorfer Zeitung Rheinische Post vom Freitag. „Das wäre der größte Rückgang seit Einführung des EEG, auch weil sich erneuerbare Energien zunehmend direkt am Strommarkt finanzieren“, sagte der Minister.

          Altmaier fügte hinzu: „Das ist aber nur ein erster Schritt. Die EEG-Umlage muss in den nächsten drei Jahren komplett abgeschafft werden, damit Strom bezahlbar bleibt.“ Er reagierte damit auf den jüngsten deutlichen Preisanstieg in Deutschland. Die Inflationsrate war im August unter anderem wegen eines starken Anstiegs der Energiepreise auf 3,9 Prozent geklettert.

          Die Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ebenfalls stark angestiegen. Sie soll künftig wieder sinken, indem der Staat mehr Zuschüsse zahlt. Das soll aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung finanziert werden.

          Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) forderte zuletzt, die staatlichen Zuschüsse auszubauen. Die EEG-Umlage sollte mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt weiter gesenkt und so rasch wie möglich vollständig darüber finanziert werden, hieß es in einem Positionspapier Zudem müsse die Stromsteuer schrittweise auf das europäische Mindestmaß gesenkt werden.

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