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Strommarkt : So will Brüssel 140 Milliarden Euro umverteilen

Gibt sich zupackend: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Bild: Imago

Mit einer Notoperation am Energiemarkt will die EU die Folgen der hohen Preise abmildern. Funktioniert das? Hier kommen Antworten auf die wichtigsten Fragen für Firmen und Verbraucher.

          3 Min.

          Warum muss Brüssel überhaupt eingreifen? Viele Staaten handeln ja schon.

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Genau deshalb. Die Energiepolitik ist zwar im Kern Sache der Staaten. Zugleich aber kann der europäische Strombinnenmarkt verzerrt werden, wenn jeder Staat macht, was er will.

          Was plant Brüssel für den Strommarkt?

          Die EU-Kommission will die Einnahmen der Erzeuger mit niedrigen Produktionskosten auf 180 Euro je Megawattstunde begrenzen. Der Strompreis soll sich weiter am Markt bilden. Anschließend sollen die Unternehmen aber die Differenz zwischen Marktpreis und dem Einnahmedeckel abgeben. Bei einem Marktpreis von 400 Euro – um diesen Wert schwankte er zuletzt – müssten sie also 220 Euro abgeben. Gelten soll das für alle Geschäfte, unabhängig davon, ob sie etwa am Spotmarkt oder bilateral abgeschlossen wurden. Erzeuger, die mit den Kunden zuvor tiefere Preise vereinbart haben, müssen auch nur die Differenz dazu abtreten.

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