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Stromkosten : Rösler verlangt Reform des EEG von Altmaier

  • -Aktualisiert am

„Es ist höchste Zeit, eine Bremse einzuziehen“: Wirtschaftsminister Rösler (FDP) Bild: dpa

Stromkunden haben im vergangenen Jahr mit 17 Milliarden Euro einen neuen Rekordbeitrag zur Finanzierung der Ökostromerzeugung gezahlt. Wirtschaftsminister Philipp Rösler will eine Bremse einziehen.

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          Nachdem die Ökostromerzeugung 2012 mit dem Rekordbetrag von 17 Milliarden Euro subventioniert wurde, verlangt Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) von Umweltminister Peter Altmaier (CDU) zügig Verhandlungen für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. „Ich hoffe, dass der Bundesumweltminister hier mit den Ländern schnell zu Ergebnissen kommt“, sagte Rösler dieser Zeitung am Montag. Es gelinge nur mit mehr Markt und Wettbewerb, „die Kostenspirale beim Ökostrom zu durchbrechen“.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Die Förderung der Erneuerbaren sei der Hauptkostentreiber beim Strom. Die Kosten stiegen immer weiter, wie die aktuellen Zahlen belegten. „Es ist höchste Zeit, eine Bremse einzuziehen.“ Wie die F.A.Z. berichtet hatte, haben die Erzeuger von Strom vor allem aus Wind, Photovoltaik und Biogas 2012 mehr als 20 Milliarden Euro erhalten. Die von ihnen produzierte Energie war an der Strombörse allerdings nur 3 Milliarden Euro wert. Die Differenz zahlen die Kunden über die EEG-Umlage.

          Rösler sagte, die Koalition habe verabredet, bis März ein abgestimmtes Konzept für eine EEG-Reform vorzulegen. Dieser Zeitplan müsse eingehalten werden, damit eine Reform noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden kann. „Jede weitere Verzögerung kostet viel Geld, das können wir uns nicht länger leisten.“

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