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Wegen Ausfällen durch Stürme : Mexikaner sollen Strom sparen

  • Aktualisiert am

Mann mit Schneefräse Bild: AFP

Seit Anfang der Woche fegt ein Wintersturm über Nordamerika. Nach Engpässen bei der Erdgasversorgung hat nun Mexikos Präsident die Bevölkerung zum Energiesparen aufgerufen.

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          Nach Engpässen bei der Erdgasversorgung in Mexiko wegen des Winterwetters in den Vereinigten Staaten hat der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador zum Energiesparen aufgerufen. Alle Mexikaner sollten abends zur Stoßzeit zwischen 18 und 23 Uhr nicht unbedingt nötigen Energieverbrauch vermeiden, sagte er am Donnerstag in seiner täglichen Pressekonferenz.

          Ein heftiger Wintersturm in Teilen der Vereinigten Staaten hatte dort sowie im Norden des Nachbarlandes seit Anfang der Woche zu Stromausfällen in Millionen Haushalten geführt. Mexikos staatlicher Stromanbieter CFE verwies auf gefrorene Pipelines. Die Energieversorgung des lateinamerikanischen Landes hängt stark von Erdgaslieferungen aus Texas ab.

          Für entsprechende Besorgnis in Mexiko sorgte daher die Anordnung des Gouverneurs des amerikanischen Bundesstaates, Greg Abbott, vom Mittwoch, Erdgas aus Texas vorübergehend nicht mehr zu exportieren. Mexikos Wirtschaftsministerin Tatiana Clouthier setzte sich mit der amerikanischen Botschaft in Mexiko-Stadt in Verbindung, damit die Erdgasversorgung in Mexiko gewährleistet bleibt, wie sie mitteilte. „Wir wissen, was sie auch dort gerade durchmachen, aber wenn wir nicht gemeinsam handeln, könnten die Folgen noch schwieriger werden“, schrieb Clouthier auf Twitter.

          Mexiko bemühte sich bisher, die ausbleibende Gaszufuhr mit erhöhter Stromproduktion aus anderen Quellen sowie dem Kauf von zwei Flüssiggastankern auszugleichen. Die ursprünglich betroffenen Haushalte haben wieder Stromzugang. Es sind allerdings Unterbrechungen der Stromzufuhr in verschiedenen Bundesstaaten geplant, um für Netzstabilität zu sorgen.

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