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F.A.Z. exklusiv : Netzkosten treiben Strompreis hoch

  • Aktualisiert am

Teure Netzentgelte: Preistreiber für Stromkunden Bild: dpa

Die Strom-Netzentgelte steigen auf Rekordniveau. Ein Grund sind Windräder, die sich im Leerlauf drehen. Und die Verbraucher merken es im Portemonnaie.

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          Die Netzentgelte werden zum großen Preistreiber für die Stromkunden. Für Privathaushalte sind sie binnen eines Jahres um fast neun Prozent auf einen Rekordwert von durchschnittlich 7,30 Cent je Kilowattstunde  gestiegen. Das berichtet die F.A.Z. unter Berufung auf einen noch internen Marktbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt. 

          Die Netzkosten schlagen demnach für die Verbraucher inzwischen stärker zu Buche als die jüngst leicht gesenkte Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien. Ein Grund für den starken Anstieg sind die Zahlungen für Windkraftwerke, die ihren Strom vorübergehend nicht einspeisen können, weil das Netz überlastet ist. Geld für den nicht gelieferten Strom gibt es trotzdem. Die dafür gezahlten Entschädigungen haben sich im vorigen Jahr  auf 643 Millionen Euro in etwa verdoppelt.

          Viele Verbraucher wechseln

          Und es könnte noch teurer werden. Die Netzsituation wird sich „auch im nächsten Jahr wahrscheinlich nicht entspannen“, heißt es in dem Bericht. Wegen der steigenden Strompreise suchen immer mehr Verbraucher nach einem günstigeren Anbieter. Fast jeder zehnte Haushalt hat sich zuletzt für einen neuen Lieferanten  entschieden.

          Der Spielraum für den Preiswettbewerb wird allerdings immer geringer: Die von den Stromanbietern beeinflussbaren Kosten für Energiebeschaffung und  Vertrieb sowie die Marge machen nur noch 21,5 Prozent des Preises aus. Der Rest sind Abgaben und Steuern.

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